Pfaffengut schwingt sich auf weitere 25 Jahre ein

Das Verhältnis der Stadt Plauen zum Pfaffengut war zuletzt getrübt. In einer Feierstunde gestern zeichnete sich erste Wiederannäherung ab.

Plauen.

Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) hat während der Feierstunde anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Umwelt- und Naturschutzzentrum Pfaffengut gestern nochmals auf den Stadtratsbeschluss zur möglichen Ansiedlung der Falknerei von der Pfaffengutstraße auf das Gelände hingewiesen.

Diese Ansiedlung war bisher vom Pfaffengutverein abgelehnt worden. Nach Ablauf des aktuellen Pachtvertrages soll der Umzug im Jahr 2022 nach Willen des Stadtrates dennoch über die Bühne gehen.

Der Unternehmer "soll die Möglichkeit zur Ansiedlung haben", betonte das Stadtoberhaupt. Falknerei sei "auch ein Stück Naturschutz". Er hoffe deshalb auf Einigung mit dem Pfaffengutverein und dem Landesverband des Bundes Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) als Pächter. Dessen Landesgeschäftsführer David Greve erklärte, dass man mit der Stadt nach Lösungen suchen wolle.

Zuvor hatte Ilona Gogsch, Vorsitzende des Pfaffengutvereins, auf steigende Besucherzahlen hingewiesen. Im vergangenen Jahr zählte man bei Veranstaltungen 3550 Vogtländer - vier Jahre zuvor seien es deutlich weniger gewesen. Umweltbildung für Kinder und Jugendliche finde zunehmend Interesse, sagte sie. 2017 zählte man 4600 Teilnehmer, 2013 etwas mehr als 2700. Pro Jahr übernachten zudem 1300 Personen im Pfaffengut.

Michael Pögl vom einstigen Umweltfachamt, der Kreisnaturschutzbeauftragte Rolf Weber, Naturschutzbeauftragter Albrecht Demmig (alle verstorben) und der heutige Ehrenvorsitzende des Pfaffengutvereins, Manfred Reinhardt, waren 1993 "Männer der ersten Stunde", würdigte Gogsch. Beim Aufbau mitgeholfen haben viele: "Es ist eine hohe sechsstellige Zahl von ehrenamtlichen Arbeitsstunden, die hier geleistet wurden", so die ehemalige Leiterin des Plauener Umweltamtes.

Die Ausgestaltung der Anlagen im Pfaffengut geht unterdessen weiter: Im nächsten Jahr soll ein Maulwurfshügel entstehen, in den Kinder hineinkriechen können, um Welt und Leben dieses Tieres nachempfinden zu können.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...