Pfaffengut trauert um Wildkatze Waldemar

Der Pfaffengut-Wildkater Waldemar ist tot. Am Freitag hatte Beate Groh, die Chefin des Plauener Umwelt- und Naturschutzzentrums, ihn zum letzten Mal eigenhändig gefüttert. Einen Tag später war er gestorben. Mit fast 15 Jahren galt das Tier, das seit Dezember 2012 im Wildgehege vor den Toren Plauens lebte, als sehr alt. In freier Wildbahn, so Groh, würden Wildkatzen meist nur um die zehn Jahre alt. Waldemar, ein ehemaliger Zuchtkater aus dem Spessart, hatte quasi sein Gnadenbrot im Vogtland gefressen. "Er war schon länger nicht mehr richtig auf dem Posten", erinnert sich Groh. Man habe gemeinsam mit dem Tierarzt überlegt, ihn einzuschläfern. Doch das hätte ein vorheriges Einfangen des Tiers bedeutet, den Stress habe man ihm nicht antun wollen. Für ihr überregional anerkanntes Wildkatzen-Projekt suchen Groh und ihr Team nun ein Ersatztier - egal ob Katze oder Kater. Ein Nachfolger ist bereits in Sicht: ein junges Tier aus einem Wildgehege im Harz. "Aber wir wollen nichts überstürzen", so Groh. Der extrem scheue Waldemar hatte die Herzen von Mitarbeitern und tierliebenden Pfaffengut-Gästen im Sturm erobert. "Wir sind froh, dass er sich nicht lange quälen musste", so Groh. (sasch)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 3
    1
    Tauchsieder
    08.12.2020

    Man kann nur hoffen ,dass nicht eine weitere Wildkatze in diesem "Knast" dahinvegetieren muss.
    Auf der einen Seite sich über Herrmanns Greifvogelstation echauffieren , auf der anderen Seite kein Deut besser.