Planetarium: Ein Plus von 1000 Gästen

Rund 200.000 Euro hatte die Stadt Rodewisch 2016 in die neue Projektionstechnik der Rodewischer Sternwarte investiert. Jetzt zeigt sich: Es hat sich gelohnt. Leiter Jochen Engelmann ist froh über 25 Prozent mehr Besucher.

Rodewisch.

Ein Plus von 1000 Besuchern in fünf Monaten - das ist eine erste Bilanz in der Schulsternwarte und im Planetarium Rodewisch, nachdem die Stadt im vergangenen Jahr über 200.000 Euro in neue Technik investiert hatte. Der Leiter der Einrichtung, Jochen Engelmann, hat diese Zahlen genannt.

Engelmann hat dafür den Zeitraum vom 1. Dezember 2016 bis jetzt mit den gleichen Monaten in den Jahren 2014 und 2015 verglichen. Damals seien es ungefähr 4000 Besucher gewesen, aktuell etwa 25 Prozent mehr. Engelmann warnt jedoch: Man könne nicht grundsätzlich davon ausgehen, dass sich dieses Wachstum fortsetzt. Dazu sei der verglichene Zeitraum zu kurz.


Engelmann ist froh über die neue Anlage, die nicht die teuerste, aber auch nicht die billigste gewesen sei. "Ich freue mich darüber", sagte er. Rückblick: Für die rund 200.000 Euro war im Herbst 2016 eine Fulldome-Anlage - neueste Digital-Technik von Zeiss - installiert worden. "Zuvor waren wir im Vergleich zu anderen solchen Einrichtungen in der Region diesbezüglich das Schlusslicht", erinnerte der Leiter. Zuletzt war die alte Anlage im Frühjahr 2016 ganz ausgestiegen, weshalb der Besucherzahlenvergleich zwei Jahre zurückreicht.

Stadträte und Bürgermeisterin nahmen den Bericht wohlwollend auf. Die Sternwarte verleihe Rodewisch ein Alleinstellungsmerkmal, das ständig auf dem neuesten Stand gehalten werden muss, so Kerstin Schöniger (CDU). Und Engelmann verwies denn auch darauf, dass eine weitere Herausforderung anstünde. "Um das neue System attraktiv am Laufen zu halten, müssen wir komplett neue Fulldome-Shows anschaffen", erklärt er. Zwar seien bereits vier Kinder-Shows an das neue System angepasst worden und das gleiche aktuell mit den Schulthemen im Gange - "Das reicht aber nicht", so Jochen Engelmann.

Engelmann war deshalb am Wochenende zu einer Fachtagung in Berlin, um dort Kontakte zu entsprechenden Anbietern zu knüpfen. Zur Höhe der nun anstehenden weiteren Investitionen konnte er nichts Konkretes sagen. Jedoch müsse man für eine neue Vorführung mit mehreren tausend Euro rechnen.

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