Plauen erhält 2020 "Nagelkreuz"

Versöhnungssymbol: Zehn Kirchengemeinden dabei

Plauen.

Auch in Plauen wird es künftig ein aus zehn lutherischen Gemeinden bestehendes Nagelkreuzzentrum geben. Wie Beatrice Rummel, Pfarrerin der Markus-Paulus-Gemeinde und Ökumenebeauftragte des Kirchenbezirkes (Fotos), im jüngsten städtischen Kulturausschuss sagte, werde das symbolische Nagelkreuz am Karfreitag des nächsten Jahres, dem 10. April 2020, geweiht.

Dieses Kreuz, im Februar 1940 erstmals in der bei deutschen Bombenangriffen zerstörten Kathedrale des britischen Coventry aufgetaucht, sei als Mahnmal der Versöhnung zu verstehen: "Denn der Frieden fällt uns nicht in den Schoß", so Rummel. Er müsse sich vielmehr täglich neu, über Konfessionen hinaus, erarbeitet werden.

Dass Plauens Hauptkirche St. Johannis eine ähnliche traurige Geschichte wie Coventry besitze, hätten Rummel und Ehemann Hans-Jörg, Pfarrer der Johanniskirche, während eines Pilgertreffens internationaler Nagelkreuzgemeinden im vergangenen Herbst in Großbritannien den anderen Teilnehmern berichtet.

In 30 Ländern, die am Zweiten Weltkrieg beteiligt waren, existieren bereits Nagelzentren. In Deutschland gibt es um die 40 solcher Vereinigungen, in Sachsen zum Beispiel in Leipzig und Dresden, Coventrys Partnerstadt. Auch Einzelmitglieder dürfen dem Netzwerk beitreten. In Plauen hätten laut Rummel der Bergknappen- und der Geschichtsverein Interesse bekundet. (sasch)www.nagelkreuz.org

Jeden Mittwoch, 18 Uhr, findet in der Johanniskirche ein offenesFriedensgebetstatt.

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