Plauen erinnert an Massenprotest gegen SED-Regime im Herbst 1989

Am 7. Oktober 1989 gingen im Plauen tausende Menschen auf die Straße, um gegen die DDR-Regierung zu protestieren. Damit leisteten die Vogtländer den Auftakt zum Umbruch 1989/1990. Am Mittwochabend gab es in Plauen eine Gedenkveranstaltung.

Plauen. Kerzen vor dem Südportal der Lutherkirche, feierliche Musik vom Blechbläser-Quartett des Vogtlandkonservatoriums Clara Wieck Plauen und kurze Redebeiträge - auch genau 31 Jahre nach der ersten Demo, bei der die DDR-Staatsmacht zurückweichen musste, hielten annähernd 150 Gäste aus Politik und Gesellschaft die Erinnerung an die Ereignisse von historischer Dimension in Plauen wach.

"Es war nicht alles schlecht in der DDR", sagte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) und schob, noch ehe die ersten Gesichter wegen einer Verharmlosung der damaligen Verhältnisse hätten versteinern können, nach: "Aber Wesentliches inakzeptabel." Dazu gehören für ihn die Schüsse an der Mauer und vieles mehr.

Ehemalige Schüler des Diesterweg- und des Lessing-Gymnasiums ordneten das Geschehen der Friedlichen Revolution 1989 und die Leistung der Vogtländer ein: "Hier wurde der Stein ins Rollen gebracht."

Oberdorfer nutzte die Gelegenheit, um für das Informations- und Dokumentationszentrum zu werben - unabhängig vom Streit um den Standort. "Wichtiger ist, dass es überhaupt entsteht." Im Anschluss folgten Friedensgebet und ein Podiumsgespräch in der Johanniskirche.

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