Plauen: Frauenklinik hat neue Chefs

Dr. Marek Kuryllo und Dr. Konstantin Malkin - so lauten jetzt die Namen der Doppelspitze. Wie die Mediziner mit Corona im Kreißsaal klarkommen.

Plauen.

Von Geburtenknick ist am Helios-Vogtlandklinikum derzeit nichts zu merken. Zehn Prozent mehr Kinder als im Vorjahreszeitraum hätten heuer bereits das Licht der Welt erblickt, sagt Verwaltungschef Ralph Junghans: rund 650 oder drei im Tagesdurchschnitt.

Nicht ganz unbeteiligt an den allerjüngsten Geburten sind die beiden neuen Gesichter in der Frauenklinik - Chefarzt Dr. Marek Kuryllo (55) und Dr. Konstantin Malkin (56), der leitende Oberarzt. Frauen und Neugeborene seien bei ihnen in den besten Händen, so der Ärztliche Direktor Dr. Oliver Schilling.

Kuryllo, gebürtiger Pole, und Malkin, der aus Russland stammt, bezeichnen sich als leidenschaftliche Ärzte. Beide leben mit ihren Familien seit rund 15 Jahren in Deutschland. Ihr Beruf führte sie nach Bayern, Thüringen, Niedersachsen und jetzt (wieder) nach Sachsen. "Ich kann sagen, dass Deutschland meine Heimat ist", so Kuryllo, der zuletzt in München praktizierte. Von der positiven Aufnahme im Team sei er gerührt.

Auch Malkin weiß, dass er in große Fußstapfen tritt. Vor dem Gynäkologen war Dr. Ursula Flechsig über 40 Jahre lang Plauens oberste Geburtshelferin. Es gebe kaum etwas, das den erfahrenen Mediziner ins Schwitzen bringt. Doch mit Corona im Kreißsaal, damit muss er irgendwie klarkommen. " Ich hatte eine schwangere Patientin, die krank war. Die Geburt war unter diesen Umständen schwierig", berichtet er.

"Wenn keine Symptome vorliegen, verläuft in unserem Krankenhaus alles normal", sagt der Verwaltungschef. Es seien dennoch Gerüchte im Umlauf, etwa, dass Väter bei der Geburt nicht dabei sein dürften. Das stimme nicht - selbst während der Hochzeit im Frühjahr durften Väter die Geburten begleiten.

Nicht nur personell, auch baulich hat sich an der Frauenklinik, besonders in der Geburtsstation, einiges geändert. So ist der Kreißsaal komplett modernisiert worden.

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