Plauen präsentiert sich als steinreich

An diesem Wochenende gibt es mehrere öffentliche Veranstaltungen rund um das Thema Schiefer. Es geht auch in den Hammerpark.

Plauen.

Kostenlos und offen für alle Interessierten sind am Samstag mehrere Veranstaltungen des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie, des Freistaates Sachsen und des Vogtländischen Umwelt- und Naturschutzzentrums Pfaffengut. Im Mittelpunkt steht das vom Berufsverband Deutscher Geowissenschaftler ausgerufene Gestein des Jahres 2019 - der Schiefer. Plauen hat mehr als genug davon. Es besteht die Gelegenheit, sich von Experten unter- und über Tage einige Vorkommen in der Stadt zeigen zu lassen.

Einer der Referenten ab 10 Uhr im Hotel Alexandra an der Bahnhofstraße ist Uwe Lehmann vom Landesumweltamt. Er beschreibt zunächst die Welt der Schiefergesteine, bevor sich Gert Müller vom Bergknappenverein mit dem Alaunschiefer und dem grünen Schiefer als Baustoff der Innenstadt befasst. Weil das Alaunbergwerk gleich nebenan an der Reichsstraße ist, sind die Wege kurz: Um 11 Uhr startet der Gang ins Bergwerk "Ewiges Leben" und danach geht es auf den Schlosshang. Um 12 Uhr besteht die Gelegenheit, das Luftschutzmuseum "Meyerhof" an der Syrastraße zu besuchen und um 13 Uhr steht eine Exkursion in den alten Steinbruch des Hammerparks auf dem Programm. Dort stand früher eine Brauerei und dort kann der typische, rot-grün gebänderte sogenannte Phycoden-Schiefer des Erdaltertums betrachtet werden.

Mit dieser Vortrags- und Exkursionstagung verfolgen die Veranstalter ein Ziel: "Wir wollen die Fachleute ins Vogtland locken", nennt Gert Müller sein Anliegen. Denn das Vogtland sei eine im wahrsten Sinne des Wortes steinreiche Region und nehme wegen der Vielfalt der hier vorkommenden Gesteine europaweit eine Sonderstellung ein, ist sich der Vorsitzende des Bergknappenvereins sicher. Diese Vielfalt zeigt der von Geografielehrerin Brigitte Unger bereits seit 16 Jahren gepflegte Lehrgarten im Pfaffengut, der auch Gesteinsgarten genannt wird, und der jederzeit offensteht. Am Sonntag, 10 Uhr, besteht aber die seltene Möglichkeit, sich von Fachmann Uwe Lehmann die Erdgeschichte des Vogtlandes erklären zu lassen.

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