Plauen: Rampen aus Lego-Steinen für Abbau von Barrieren

Die Initiative Plauen startet eine Spendenaktion der etwas anderen Art. Ausgedientes Spielzeug soll Menschen mit Rollstühlen, Kinderwagen oder Rollatoren helfen.

Plauen.

Die Initiative Plauen startet am heutigen Samstag auf dem Plauener Weihnachtsmarkt eine Aktion, um die Barrierefreiheit in der Spitzenstadt zu verbessern. Gesucht werden Lego-Steine, die in Kinderzimmern nicht mehr benötigt werden. "Aus den kleinen Steinen bauen wir mobile Rampen für Rollstühle, Kinderwagen oder Menschen mit Rollatoren", sagt Initiative-Projektinitiator Rico Kusche. Ziel sei es, Müttern und Vätern mit Kinderwagen, älteren Menschen mit Rollatoren und besonders Rollstuhlfahrern den Zugang zu Geschäften und öffentlichen Gebäuden zu erleichtern oder gar erst zu ermöglichen. Gleiche Aktionen würden beispielsweise bereits in den Städten Bielefeld und Hanau erfolgreich laufen.

"Wir suchen zunächst Vorschläge und Orte für Rampen. Plauener, Unternehmen, Ladeninhaber und Interessierte können sich gern ab sofort bei uns melden. Unser Ziel ist es, zum Stadtfest 'Plauener Frühling' die erste Rampe öffentlich zu übergeben", so Rico Kusche. Unterstützt wird die Initiative Plauen von Heidi Seeling, der Plauener Behindertenbeauftragten. In der Stadt sollen an verschiedenen Stellen Spendensammelstellen für die Lego-Steine eingerichtet werden. Bereits zum Start am heutigen Samstag, 17 Uhr, auf dem Plauener Weihnachtsmarkt sollen die ersten Lego-Steine gesammelt werden. Erste Sammelbehälter befinden sich am Verkaufsstand der Firma Zeithammel. Weitere Standorte werden noch gesucht.

Eingebunden ist die Aktion in das traditionelle Wettkochen auf dem Weihnachtsmarkt. Dazu werden sich am Nachmittag Vertreter des Polizeireviers Plauen und der Freiwillige Feuerwehr Plauen Stadtmitte gegenüberstehen. Das Wettkochen beginnt ebenfalls 17 Uhr auf dem Weihnachtsmarkt. Gekocht wird am Weihnachtsbaum. Für die musikalische Umrahmung sorgt die vogtländische Partyband MRB live. Mit dem Wettkochen wird erneut Geld für Kindereinrichtungen und sozial schwache Menschen im Vogtland gesammelt. Im vergangenen Jahr konnte damit eine Rekordsumme erreicht werden. Die beiden Kochteams sammelten durch den Verkauf der selbst gekochten Gerichte in kurzer Zeit einen Geldbetrag von 1486 Euro und rundeten am Ende auf 1500 Euro auf.

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