Plauener baden feucht-fröhlich an

Landurlaub-Veranstalter Dieter Käppel bietet immer wieder Neues. Eine lustige Truppe aus Plauen hat den jetzt gebauten Badebottich ausprobiert.

Plauen/Schneidenbach.

Erst wird Holz gehackt, dann der Badeofen angeheizt. Bürger der früheren DDR kennen diese kubischen Teile aus dem Eisenwerk Wittigsthal in Johanngeorgenstadt, die heute noch so ähnlich produziert werden, noch. Sie sorgten für Badewasser vor Durchlauferhitzer oder warmem Wasser aus der Heizung und waren schon eine Art Revolution.

Dieter Käppel hat einen solchen Badeofen mitten in die Landschaft an seinem Teich gestellt. Während das Holzfeuer im Unterofen die 100 Liter Wasser im Stahlblechzylinder erwärmt, bereiten sich etwa 15 Plauener auf ihr Bad im Badebottich vor. Sie sind eine Gruppe, die seit 25 Jahren gemeinsam ihre Freizeit verbringt, lose und locker, mit Himmelfahrtsausflügen, nach Frauen und Männern getrennt, auch mal zum Geburtstag, auf jeden Fall aber mit einem jährlichen Wochenendausflug. Früher waren die Kinder noch dabei. Doch die sind inzwischen fast alle rausgewachsen aus der Gemeinschaft. Da kann man getrost dann selbst wieder ein bisschen Kind werden, mit der Poolausrüstung von damals, mit Wasserspritzpistolen, Schwimmflügen und -ringen - die Ringe aus Plastik versteht sich - mit aufblasbaren Schwimmtüren und allerhand anderen Accessoires. Selbst die Weihnachtsmannmütze eignet sich dafür. Und während die Pool-Getränke zusammengesucht werden, lässt Mario "Hex" Schuberth das Badewasser ein. Mike "Katze" Weber hatte diesmal den Ort für das Wochenende ausgewählt - für die anderen als Überraschung. Die dachten, es geht weiter weg als zu Käppels Teichen in Schneidenbach.

Weber hatte mit seiner Frau nach etwas Besonderem im Vogtland gesucht und war im Internet auf die Floßfahrt gestoßen. Beim Vorbesuch unten am Teich hat es den beiden Plauenern dort so gut gefallen, dass sie umgehend die Hütten und das Gelände für den Wochenendausflug buchten. Zu dem Biwakplatz gehört jetzt auch der Badebottich, ein früheres Fischbecken, das mit warmem oder kühlem Wasser gefüllt werden kann. Die Sache mit den passenden Temperaturen ist jedoch nicht so einfach, denn den Frauen ist es eher zu kalt, den Männern zu warm. Trotzdem kommen diejenigen, die den Badespaß über sich ergehen ließen, auf ihre Kosten.

Die Badkreation von Dieter Käppel hat ihre Premiere gut überstanden.

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