Plauener Firma entwickelt neue Software für Autohäuser

Der im Vorjahr von der Firma Kinglike Werbung bezogene Neubau ist bereits wieder zu klein. Die Digitalisierung sorgt für eine gute Auftragslage. Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig wollte am Montag bei einem Besuch mehr wissen.

Plauen.

Die Digitalisierung schreitet weiter voran. Sie ist in der Arbeitswelt, in der Geschäftswelt und im Alltag in vollem Gange und soll weiter vorangetrieben werden. Auf deren Umsetzung in kleineren Firmen und mit guten Ideen will Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) deshalb aufmerksam machen. Mit seinem Besuch beim Unternehmen Kinglike Werbung an der Meßbacher Straße wollte der gebürtige Plauener am Montag deren Projekt für ein hiesiges Autohaus ins Licht der Öffentlichkeit rücken. Der Politiker besucht derzeit im Rahmen einer "Digi-Tour" mehrere Betriebe mit ähnlichen Vorhaben in Sachen Digitalisierung.

Kinglike-Geschäftsführer Holger Liebel begann vor zwölf Jahren damit, sein Unternehmen aufzubauen. Mittlerweile hat er sechs Vollzeitbeschäftigte und einen Minijobber. "Wir suchen gerade einen dritten Programmierer", ließ er wissen. Ob er dabei Probleme habe, wollte Dirk Neubauer wissen, der die Firma zusammen mit dem Minister und Frank Zabel von der Plauener SPD besuchte. "Es ist schwierig", antwortete der Unternehmer. Es habe sich aber bereits ein Bewerber vorgestellt. Programmierer machen sich nötig, weil sich die Werbeagentur auch um die Internetauftritte ihrer Kunden kümmert. An dieser Stelle kommt die Digitalisierung ins Spiel. Man entwickle gerade die Software für ein Autohaus mit 70 Mitarbeitern, informierte der Chef. Man habe dort wirklich noch mit Excel-Tabellen gearbeitet, zeigte er sich verwundert. "Wenn 70 Leute gleichzeitig versuchen, auf eine Excel-Tabelle zuzugreifen, könnte es Probleme geben", gab Holger Liebel zu bedenken. Man erarbeite jetzt eine datenbankgestützte Lösung.


Was die Fahrzeuge des Autohauses angeht, so würden technische Angaben in 350 Felder des Computerprogramms ein Fahrzeug beschreiben, zeigte der Fachmann den Umfang dieser Arbeit auf. Um die 1000 Autos seien permanent vor Ort bei dem Anbieter. Damit nicht andauernd neue Anzeigen für Angebote in mehreren Automobilbörsen im Internet erstellt werden müssen, entwickeln die Experten auch dafür eine Lösung. In einer Inserats-Gruppe reiche künftig eine Erstellung für die Online-Börsen.

Gleichzeitig entsteht Software für einen Online-Shop. Das könnte dann einer der ersten Online-Shops eines Autohauses in der Region sein, meinte der Plauener weiter. Es gebe schon Unternehmer, die auch auf Geschäftsreisen per Laptop schnell mal 500 Neuwagen ordern.

Der Minister zeigte sich beeindruckt. Der Bedarf an solchen digitalen Lösungen sei doch groß und mehr als nur ein Autohaus könnte sich dafür interessieren, meinte Martin Dulig. Man entwickle ein solches Programm auch für andere Firmen und mache es gerade marktreif, informierte der Geschäftsführer. Nächstes Jahr wolle man die Software auf den Markt bringen.

Weil Kinglike gut zu tun hat und seine Mitarbeiter in dem im vorigen Jahr bezogenen Neubau an der Meßbacher Straße schon wieder mehr Platz brauchen, lässt Holger Liebel gerade ausbauen. Die zusätzlichen 120 Quadratmeter sollen im September bezogen werden.

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