Plauener Katholiken fusionieren mit Adorf

Pfarrei-Neugründung am Sonntag im Vogtland - Bischof in Plauen erwartet

Plauen.

Am Wochenende geht in Plauen ein Stück Kirchengeschichte zu Ende. Die bisher eigenständige Pfarrei Herz-Jesu Plauen mit Pfarrer Heinz-Claus Bahmann wird sich mit der Pfarrei St. Joseph Adorf zur neuen katholischen Pfarrei Herz Jesu Plauen/Vogtland zusammenschließen. Dazu gibt es am Sonntag, 10 Uhr, in der Herz-Jesu-Kirche einen festlichen Gottesdienst, an dem Bischof Heinrich Timmerevers teilnehmen und die Pfarrei-Neugründung vornehmen wird. Zur künftigen Gemeinde gehören insgesamt 2826 Gläubige.

Zuvor werden die alten Kirchenbücher, in denen die Aufzeichnungen über Taufen und Eheschließungen, über die Verstorbenen oder auch die Erstkommunionkinder der Gemeinde geführt werden, geschlossen. Der Pfarrei werden neue Kirchenbücher und auch das zukünftige Pfarrsiegel überreicht. Während des Festgottesdienstes soll die Errichtung der Pfarrei formal bekannt gegeben und der neue Pfarrer der Gemeinde, Marcus Hoffmann, offiziell ins Amt eingeführt werden. Bahmann geht in den Ruhestand. Die Pfarrei-Neugründung wird im Anschluss an die Heilige Messe mit einer Feststunde, gemeinsamem Mittagessen und Kaffeetrinken gefeiert. Außerdem soll aus Anlass der Neugründung an diesem Tag ein Baum gepflanzt werden.

Die Weichen für bevorstehende Fusion beider Pfarreien waren erst in diesem Jahr gestellt worden. Ursprünglich wurde der Plan verfolgt, dass sich Adorf mit den Pfarreien Auerbach, Falkenstein und Reichenbach zu einer Pfarrei zusammenschließt. Auf Bitten der Räte vor Ort wurde das jedoch geändert. Dabei spielten vor allem historische Verbindungen und praktische Gründe eine Rolle, teilte das Bistum Dresden-Meißen am Donnerstag mit.

Das Leitwort der neuen Pfarrei lautet "Effata - Öffne dich". In Plauen werde seit vielen Jahren nach diesem Motto gearbeitet. Eine lebendige Ökumene und die gute Vernetzung hin zur Malteser-Kindertagesstätte Plauen und dem hiesigen Caritas-Altenpflegeheim gelten dafür als Zeugnis. In den Räumen der Plauener Pfarrei wird zudem beispielsweise auch ein Kurs für Geflüchtete angeboten, um die deutsche Sprache zu erlernen, unterstrich das Bistum.

Im Bistum Dresden-Meißen entstehen seit Jahresende 2017 bis zum kommenden Jahr aus den bislang 97 eigenständigen Pfarreien rund 34 neue, größere Pfarreien.

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...