Plauener MAN-Busbauer beteiligen sich an bundesweiter Protestaktion

Vor den Produktionshallen des MAN Bus Modification Center in Plauen haben sich am heutigen Dienstagvormittag die Beschäftigten zu einer Betriebsversammlung getroffen. Sie kämpfen um den Erhalt ihrer Arbeitsplätze.

Plauen. Über eine Stunde hat am Dienstagvormittag im MAN Bus Modification Center in Plauen die Betriebsversammlung gedauert, zu der die IG Metall Zwickau und der Betriebsrat eingeladen hatten. Die Aktion war Bestandteil des ersten bundesweiten Aktionstages an allen fünf MAN-Standorten. In Nürnberg wurde zu dem Zweck sogar ein Stadion angemietet. Vertreter der Stadtratsfraktionen sowie Landes- und Bundespolitiker, darunter Plauens Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP), Sachsens Wirtschaftsminister Martin Dulig (SPD) sowie Marco Wanderwitz, der Ostbeauftragte des Innenministeriums, unterstützen die Aktion in Plauen. Vor Ort sprachen sie zu den fast vollständig erschienenen 150 Mitarbeitern und sicherten ihnen ihre Unterstützung zu. "Wir werden bis zum Schluss für jeden einzelnen Arbeitsplatz in Plauen kämpfen", so Dulig. In der nächsten Woche will er mit Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) nach München zum MAN-Vorstand fahren, um sich dort für den Standort einzusetzen.

Hintergrund des heutigen Aktionstages sind Ankündigungen der MAN-Geschäftsleitung, insgesamt 9500 Stellen zu streichen. Die Betriebe in Plauen, in dessen österreichischer Partnerstadt Steyr und im rheinland-pfälzischen Wittlich sollen ganz geschlossen werden. Bis mindestens Dezember seien weitere bundesweite Protestkundgebungen geplant, sagte Benjamin Zabel von der IG Metall. (bju/sasch)

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