Plauener sollen beim Stadtpark mitreden

Bei einem Rundgang am 14. September können die Bürger Vorschläge zur Neugestaltung der "grünen Lunge" machen. Ein reines Wünsch-Dir-Was ist aber nicht geplant.

Plauen.

Er wird oft auch die "grüne Lunge" von Plauen genannt. Doch bei der Freizeitgestaltung sind die Plauener ihrem Stadtpark oft gar nicht grün. Dies will Levente Sárközy ändern. "Wir wollen den Park an das heutige Freizeitverhalten anpassen", kündigte der Baubürgermeister beim Stadtbau- und Umweltausschuss an. Und bei diesem Projekt haben die Plauener ausdrücklich ein Wörtchen mitzureden.

Ein guter Zeitpunkt dafür ist der 14. September. Dann lädt der Baubürgermeister ab 17.30Uhr zu einem Rundgang durch den Park ein. Die Teilnehmer können Fragen stellen - und ihre Vorschläge zur Umgestaltung der Grünanlage äußern. "Wir wollen so viele Menschen wie möglich mobilisieren", sagt Levente Sárközy. Im November sollen die Ideen der Plauener in einer Bürgerwerkstatt öffentlich ausgewertet und präsentiert werden.

Ein reines Wünsch-Dir-Was für die Plauener ist aber nicht geplant. Ihre Ideen fließen zwar mit ein. Doch die Stadt lässt darüber hinaus noch Profis ran. Bereits im Juli dieses Jahres wurde der Auftrag für einen Entwicklungsplan an das Büro für Architektur und Bauforschung Angelika + Andreas Kern aus Dresden vergeben. Erste Planungen für die Umgestaltung laufen schon. Im Jahr 2020 soll es dann losgehen.

Wie viel Geld Plauen in die Umgestaltung seiner "grünen Lunge" investiert, steht noch nicht fest. "Wir sind noch am Anfang des Planungsprozesses", so Baubürgermeister Sárközy. Dennoch hat die Stadt in diesem Jahr 10.000 Euro und im nächsten 14.000 Euro eingeplant, um den Entwicklungsplan zu erstellen. "Der Stadtpark soll ergänzt, aber nicht komplett umgekrempelt werden", dämpfte Sárközy zu große Erwartungen.

Ein paar Eckpunkte stehen aber bereits fest. So soll beispielsweise der Teich entschlammt werden. Dies ist schon deshalb wichtig, weil dort mit der Unterstützung des Vereins der Freunde Plauens eine Fontäne eingebaut werden soll. "Auch viele Wege sind abgenutzt", sagt der Baubürgermeister. Sie sollen deshalb auf Vordermann gebracht werden und zum Flanieren einladen. Und nicht zuletzt: Der wie im Dornröschenschlaf schlummernde Drache in seiner Grotte, den in Plauen jedes Kind kennt, soll durch die Restaurierung optisch wieder wachgeküsst werden. Außerdem ist das Aufstellen neuer Spielgeräte und die Überholung der bereits existierenden geplant.

Dem Linken-Stadtrat Klaus Jäger reicht dies aber nicht aus. Er forderte, noch andere Punkte aufzugreiben - und das zügig. "Die Beleuchtung müssen wir rasch verbessern", so Jäger. "Dies ist schon aus Sicherheitsgründen wichtig. Dieser Wunsch ist von der Frauenlaufgruppe an mich herangetragen worden." Der Baubürgermeister sicherte ihm zu, auch bei diesem Punkt aufs Tempo zu drücken.

Völlig freie Hand hat die Stadt bei der Umgestaltung der Grünanlagen aber nicht. Denn der 1906 angelegte Park steht unter Denkmalschutz. Alle Arbeiten müssen deshalb mit den Denkmalschützern in Chemnitz abgestimmt werden. Nur dann fließen Fördermittel. Das ist wichtig, denn "die Stadt hat für den Park eigentlich kein Geld", so Levente Sárközy. Ohne den Zuschuss wäre vieles nicht umsetzbar.

Dies betrifft übrigens nicht nur den Park selbst. Denn die Aufwertung dieser Grünanlage ist nur ein Puzzleteil im Gesamtkonzept der Kommune, die mit Hilfe weiterer Förderprogramme eine grüne Klammer quer durch das ganze Stadtgebiet bis in die Elsteraue ziehen und den Syrabach wieder offen legen möchte. Eine gesunde "grüne Lunge" soll das Herzstück all dieser Verschönerungen in Plauen werden.

Leseraufruf: Was wünschen Sie sich für den Plauener Stadtpark? Die "Freie Presse" ruft ihre Leser dazu auf, konkrete Vorschläge zu machen. Schicken Sie Ihre Ideen an die Lokalredaktion in 08523Plauen, Postplatz 7. Es geht auch per E-Mail an:

red.plauen@freiepresse.de

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1Kommentare
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  • 0
    1
    Tauchsieder
    01.09.2018

    ... und bei dieser Gelegenheit sollte man unbedingt überprüfen, ob der derzeitige Fischereirechtsinhaber (Fischereigenossenschaft Oelsnitz) für die Zukunft dieses Teiches noch geeignet ist. Sie haben sich mit ihren Äußerungen zur Wasserfontäne und dem Desaster beim Abfischen dieses Teiches eigentlich selbst disqualifiziert.



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