Plauener sorgt für "Bums"

Leckere Gemüsepaste - ja, gerne! Aber bitte ohne Chemie. Gerry Hallbauer experimentierte, bis sein Gaumen zufrieden war. Und nicht nur seiner. Nun geht "Bums" online.

Plauen.

Ab Sonntag wird gebumst. Dann ist die Kreation des Plaueners Gerry Hallbauer per Internet-Klick zu haben. Wer will, kann sich die selbst gemischte Gemüsepaste namens "Bums" dann per Brief nach Hause liefern lassen. Drin ist vor allem Frisches aus der Region, sagt der 28-Jährige. Dabei hatte er zuerst gar nicht die Absicht, mit seiner Würze ein Geschäft aufzuziehen. "Ich koche gern und habe nach Alternativen für Gemüsepaste ohne Chemie gesucht", erzählt er.

Ein Basis-Rezept hat der Plauener dann so weit verfeinert, dass seine Freunde es ausprobieren wollten, wie er sagt. Vor einem Jahr schlug ihm eine Freundin vor, seine Kreation zu verkaufen. Befreundete Köche testeten die Paste, der eine wünschte sich noch Pfeffer dran, der andere Liebstöckel. Außerdem musste Hallbauer den zuständigen Ämtern melden, wie und wo er die Würze herzustellen plante. "Gesundheits- und Hygienevorschriften sind erfüllt", erklärt der 28-Jährige, der sich für "Bums" mit Kochmütze und Schürze in seiner Privatwohnung an den Herd stellt. Das Ergebnis: 90 Gramm Paste im Tütchen für 4,90 Euro inklusive Versand. Ein Esslöffel reicht auf einen Liter. "Wenn Bums am Essen fehlt, muss halt 'Bums' dran", sagt der Familienvater schmunzelnd. Doofe Sprüche oder Spott wegen des Namens hat er bisher nicht abbekommen. "Bis auf einen Kunden beim Dresdener Streetfood-Markt", so Hallbauer. Der habe gefragt, ob "Bums" auch eine erotische Wirkung habe. Hat es nicht. Aber gesund ist es. Außerdem vegan. Und gekühlt nach dem Öffnen mehrere Monate haltbar.

Die Zutaten holt Hallbauer vom Plauener Wochenmarkt. Ein Korb voll Gemüse aus der Region ergibt nach sechs Stunden Verarbeitung 44 Tütchen "Bums". Unter anderem mit Möhre, Sellerie, Lauch, Pastinake, Majoran, Petersilie. "Man kann 'Bums' als Kraftbrühe trinken, in die Suppe geben, ins Nudelwasser, ins Risotto oder an Schmorgerichte", zählt Hallbauer auf. Die Paste eigne sich aber auch als Mittel gegen Kater oder als Getränk zum Fasten.

Erst mal vertreibt Hallbauer seine Gemüsewürze übers Internet. Interessierte können sie auch als Abo kaufen, sodass alle paar Wochen frisches "Bums" im Brief nachkommt. Gern würde der Plauener "Bums" auch in hiesigen Läden stehen sehen. Mit der einen Sorte ist er jedenfalls noch nicht am Ende. Sondern er hat Pläne für weitere Geschmacksrichtungen. Dann soll es auch mediterran, asiatisch oder mexikanisch bumsen.www.bums-im-brief.de

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