Plauener Tafel macht Politik auf Probleme aufmerksam

Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas besucht Plauener Einrichtung

Plauen.

Am 1. Oktober 2000 öffnete im Roten Würfel in Plauen erstmals eine Ausgabestelle der Plauener Tafel. 20 Jahre später ist das Sozialprojekt in Trägerschaft der Arbeitsloseninitiative Sachsen in der Region fest etabliert und meistert in der Coronapandemie eine besondere Herausforderung: Die Plauener Tafel entwickelte alternative Angebote wie eine mobile und kontaktarme Lebensmittelversorgung.

Anlässlich 20 Jahre Plauener Tafel besuchten am Dienstag Plauens Kultur- und Sozialbürgermeister Steffen Zenner (CDU) und die vogtländische CDU-Bundestagsabgeordnete Yvonne Magwas das Soziale Kompetenzzentrum der Arbeitsloseninitiative in Plauen. Im Gespräch mit Geschäftsführerin Konstanze Schumann waren vor allem die Fördermaßnahmen von Corona-Hilfsprojekten der Einrichtung Thema, informierte Magwas im Anschluss in einer Pressemitteilung. Dabei habe die Plauener Tafel die Bitte geäußert, den Nutzungszeitraum der Coronafördermittel an die aktuelle Lage anzupassen und die langfristige Finanzierung der Tafel sicherzustellen. Magwas sagte Unterstützung zu. "Die Pandemie wird uns auch noch den Winter begleiten. Daran müssen sich die Förderrichtlinien orientieren. Dafür werde ich mich bei den entsprechenden Stellen einsetzen." Zum anderen gehe es um die zukünftige Aufstellung des Sozialen Kompetenzzentrums. "Die Mitarbeiter und Ehrenamtler leisten eine wertvolle Arbeit, nicht nur in der jetzigen Zeit. Hier muss Planungssicherheit auch für die nächsten Jahre geschaffen werden. Ohne personelle Absicherung, kann das Zentrum seine vielseitigen Angebote nicht aufrechterhalten", so die Bundestagsabgeordnete.

Mit dem Tafel-Mobil versorgt die Plauener Tafel diejenigen, die aufgrund von Corona nicht wie üblich zur Essens- und Lebensmittelausgabe kommen konnten oder aus Angst nicht wollen. Dafür gibt es Unterstützung, unter anderem von der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt oder über die Sonderförderung "Ehrenamt stärken. Versorgung sichern" des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung. Zum Sozialen Kompetenzzentrum an der Schlossstraße in Plauen gehören neben der Haupttafel auch eine Kleiderkammer und ein Tagestreff mit Suppenküche. Dort werden täglich etwa 75 Mittagessen zubereitet. Zudem werden neun mobile Ausgabestellen betreut. Im ersten Halbjahr 2020 wurden nach eigenen Angaben mehr als 12.000 Lebensmittelportionen an 25.457 Bedürftige verteilt. (bju)

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