Plauens neuer Superblitzer ist ab sofort im Einsatz

Das Hightech-Gerät lauert in einem eckigen, anthrazitfarbenen Anhänger.

Plauen.

Plauens neuer Superblitzer ist im Bauhof der Stadt eingetroffen und wird bereits am Mittwochnachmittag erstmals im Einsatz sein. Wer ein anthrazitfarbenes Anhängefahrzeug mit ME-Kennzeichen am Fahrbahnrand stehen sieht, für den könnte es schon zu spät sein. Wenn es aus dem kantigen Aufbau heraus rot blitzt, dann ist es das etwa 200.000 Euro teure "semistationäre Geschwindigkeitsmessgerät" der Firma Jenoptik Robot GmbH in Monheim am Rhein. Die Stadt Plauen will es drei Monate lang testen und bei Eignung erwerben.

Die Blitzertechnik soll vor allem an Schulen, Kitas, Unfallschwerpunkten und Haltestellen zum Einsatz kommen, erläuterte Alexandra Wölfel, Fachgebietsleiterin Bußgeldstelle, am Vormittag vor Medienvertretern. 

Mit dem neuen Blitzer ist die städtische Polizeibehörde ungleich variabler als bisher. Wölfel spricht von einer Vielzahl möglicher Einsatzorte. Entscheidend seien die Platzverhältnisse. "Wir wollen die Leute nicht ärgern", sagt die Fachgebietsleiterin. Im Vordergrund stehe die Verkehrssicherheit. Allerdings bescheren die Temposünder der Stadt auch erhebliche Einnahmen: Allein 2019 nahm Plauen so 1,3 Millionen Euro ein. (ur)


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5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    Zeitungss
    08.02.2020

    Was die Kassenlage der Stadt Plauen betrifft, muss der MDR extra für mich eine Sondersendung ausgestrahlt haben. Nun gut, die roten Däumchen waren zum Zeitpunkt der Ausstrahlung gerade im "Bildungsfernsehen" unterwegs, was die Reaktion auf diese Tatsache erklären könnte. Bemerkenswert ist, es hat sich diesmal kein Schreiber gefunden, der diesen Kassenfüller mit der Einhaltung der StVO in Verbindung bringt, was sonst bekanntlich der Regelfall ist.
    Über die Standorte der bisherigen Anlagen hat sich so mancher Plauener Bürger sicherlich auch schon seine Gedanken gemacht und kann es noch gar nicht fassen, wo es in der Stadt überall Kindergärten, Schulen und Altenheime an stark befahrenen und ausgebauten Straßen gibt.

  • 0
    2
    Zeitungss
    08.02.2020

    Bei dieser Frage endet wohl der Datenfluss ???

  • 1
    3
    Zeitungss
    06.02.2020

    @frank...: Doch, die ewig leere Stadtkasse.
    Wie erfolgreich war denn der erste Tag am Kindergarten ? Sicherlich hat schon der erste Tag die Kosten für diese Gerätschaft plus Gewinn eingespielt, es gibt bekanntlich nur noch Raser.

  • 4
    4
    frankjac
    05.02.2020

    Die sehnsüchtig erwartete Gelddruckmaschine ist nun da! Wir haben ja sonst keine Probleme.

  • 7
    7
    Zeitungss
    05.02.2020

    Wie war letztlich dem SACHSENSPIEGEL zu entnehmen, P L A U E N eine bis unters Dach verschuldete Stadt. Frau Wölfel, Verkehrssicherheit ist hier untergeordnet, mal sehen wo die Druckmaschine so herumsteht. Chrischwitz lässt den Plauener Sinn ja bereits erkennen. Es ist unnötig, mich jetzt an die Einhaltung der StVO zu erinnern, was die erste Reaktion auf solche Zeilen der Regelfall ist.
    Ein großer Erfolg wäre, würde er die Ausgaben der Stadt bei Überschreitung blitzen, was das Gerät trotz seiner 200 000 € nicht fertig bringt und es ja auch nicht soll.
    "Wir wollen die Leute nicht ärgern", nun ja, ich verweise noch einmal auf Chrischwitz, eine Ballung von Schulen und Altenheimen aber eigentlich menschenleer.