Pöhl-Radweg "ungenügend hoch drei"

Zweckverband: Pläne liegen im Lasuv auf Eis

Neuensalz.

Der nicht vorhandene, aber dringend herbeigesehnte Radweg an der Talsperre Pöhl sorgt für Verdruss. Seit Mitte der 1990er-Jahre werde darüber geredet, sagte der Pöhler CDU-Gemeinderat Andreas Seidel in der Sitzung des Zweckverbandes Talsperre Pöhl am Dienstagabend in der Kapelle Neuensalz und schob Kritik nach. "Das ist ungenügend hoch drei", sagte er, und das gelte besonders, wenn man im Tourismusgeschäft etwas erreichen will. Auch Verbandsrat Gunter Hommel aus Neuensalz hakte nach.

Doch weder die Neuensalzer Bürgermeisterin Carmen Künzel, noch Verbands-Geschäftsführerin Elisabeth Blüml konnten Erfreuliches vermelden. Künzel, die in Abwesenheit des Landrates die Sitzung leitete, verwies allgemein auf übergeordnete Behörden und betonte, der Freistaat sei in der Pflicht, die Finanzierung der erforderlichen Infrastruktur zu schaffen. Die Kommunen seien dazu nicht in der Lage. "Alles fertig. Das Projekt liegt beim Lasuv", erklärte Elisabeth Blüml. Doch seitens der Landesstraßenbaubehörde sei bislang nichts passiert.

Wie Nutzer die Radweg-Situation an der Pöhl sehen, ist beispielsweise im Tourenportal Outdooractive nachzulesen. Zwar wird dort von reizvoller Mittelgebirgslandschaft und aktivem Naturgenuss geschwärmt, doch aktuelle Bewertungen fallen schlecht aus. Die Straßen seien teils stark befahren, Alternativrouten am See fehlten, heißt es dort. Kritik gibt es auch an der schlechten Beschilderung. (ur)

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11 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Tauchsieder
    10.12.2020

    Scheinbar weiß Fr. Künzel von Nichts sehr viel. Die Aussage spricht doch Bände: Alles fertig. Das Projekt liegt beim Lasuv, so Fr. Blüml! Reden die beiden Damen nicht miteinander?
    Der Freistaat braucht keinen Radweg, die anliegenden Gemeinden scheinbar doch. Wohlmöglich macht dem Lasuv der Umstand Bauchschmerzen, dass viele benötigte Flächen für einen Radweg in einem Landschaftsschutzgebiet liegen. Hier hat der Vogtlandkreis mit seinem Radwegschwarzbau ganze Arbeit geleistet. Man schaut halt jetzt etwas genauer hin bevor man diesen Fehler wiederholt.