Pöhl-Wahl: Knappe Mehrheit für Daniela Hommel-Kreißl

Im dritten Anlauf ist am Sonntag in der Talsperren-Gemeinde die Bürgermeisterwahl entschieden worden. Die Stimmenauszählung blieb bis zum Schluss spannend.

Pöhl.

Amtsinhaberin Daniela Hommel-Kreißl (FDP) ist am Sonntag wieder zur Bürgermeisterin von Pöhl gewählt worden. Doch die Entscheidung war äußerst knapp: Die 48-Jährige gewann den zweiten Wahlgang mit einem hauchdünnem Vorsprung von neun Stimmen gegenüber ihrem Herausforderer Lothar Kramer (Freie Wählervereinigung). 50,4 Prozent der Pöhler stimmten für sie. Die Wahlbeteiligung lag bei 57,4 Prozent. "Ich hoffe, dass der Wahlkampf in der Gemeinde damit beendet ist und Pöhl wieder im Mittelpunkt steht", sagte die 48-Jährige am Abend nach einem turbulenten Wahlkampf.

Drei Anläufe brauchten die Pöhler, um den Stuhl neu zu besetzen. Eigentlich sollte der Bürgermeister im Zuge der sächsischen Landtagswahl im September mitgewählt werden. Doch die Wahl lieferte kein eindeutiges Ergebnis. Hommel-Kreißl hätte die absolute Stimmenmehrheit gebraucht, erreichte aber nur 46,5 Prozent. Kramer holte 33,5 Prozent der Stimmen. Andreas Sachse, der dritte Kandidat, zog sich nach dem ersten Wahlgang zurück und unterstützte Herausforderer Kramer.

Die Stichwahl zwischen ihm und Hommel-Kreißl sollte eigentlich Ende September stattfinden. Kramer war im Internet über Wahlwerbung der amtierenden Bürgermeisterin gestolpert. Daniela Hommel-Kreißl postete ihre Werbung auf Facebook. Die Seiten erweckten laut Kramer den Eindruck einer offiziellen Pöhler Internetseite, waren aber privat. Er legte Beschwerde ein bei der Rechtsaufsichtsbehörde des Landkreises und bekam Recht. Die Behörde sah unter anderem eine Verletzung der Chancengleichheit im Wahlkampf, und der zweite Wahltermin platzte.

Ein Akt, der in den Pöhler Dörfern für Kopfschütteln sorgte. Durch die Terminverschiebung entstanden Kosten. Im Gespräch waren 1600 Euro. Dagegen sei die Gemeinde versichert, so die 48-Jährige.

Hommel-Kreißl war 2012 zur Nachfolgerin von Friedhard Kaul (parteilos) gewählt worden. Kaul hatte das Amt 15 Jahre bekleidet.

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