Polizei verfolgt Bargeld-Diebe

Seit Monaten ziehen sie durch Plauen und brechen in Unternehmen ein, die jeder kennt: Theater, Umweltamt, "Freie Presse", Stadt-Galerie, Kindergärten, Volkshochschule. Die Polizei ermittelt gegen drei Männer.

Plauen.

Die Liste der Adressen, die sie angesteuert haben, ist lang. Zuletzt versuchten sie es in der Stadt-Galerie. Das war vergangene Woche. Abends, als das Einkaufszentrum geschlossen war, brachen der oder die Täter eine Tür auf und gingen hinein. Der Alarm verscheuchte sie aber, bevor sie in einem der Geschäfte zugreifen konnten. Die Polizei sicherte Spuren am Tatort, die noch überprüft werden müssen. Vieles spricht aber dafür, dass die Bargeld-Brüder wieder auf Achse waren.

Von November bis April passierten in Plauen 26 Einbrüche, deren Muster ähnlich ist. In den meisten Fällen hatten es die Täter auf Geld abgesehen. Sie erbeuteten Summen zwischen 90 und 800 Euro, sagt Christian Schünemann, Sprecher der zuständigen Polizeidirektion in Zwickau: "Es waren aber auch mal nur 1,50 Euro dabei und einmal war es ein Fahrrad." Der Sachschaden liegt bei mehreren Tausend Euro.


Die Ermittler haben drei Tatverdächtige im Visier. Es handelt sich um polizeibekannte Deutsche aus Plauen. "Lokale Prominenz", sagt Schünemann. Von reisenden Tätern gehen die Beamten nach aktuellem Stand ebenso wenig aus wie von Bandenkriminalität. Die Polizei vermutet, dass die Täter unabhängig voneinander aktiv sind und einzeln für sich selbst arbeiten. Details nennt der Polizeisprecher nicht, denn die könnten die Ermittlungsarbeit gefährden.

Doch die Spuren der Männer tauchten immer wieder getrennt voneinander an verschiedenen Tatorten auf. Die Spurensuche der Beamten sei noch nicht abgeschlossen und die Täter bis auf einen noch nicht überführt. Deshalb gilt es als wahrscheinlich, dass die Männer weiter ihr Unwesen in der Stadt treiben. Nicht klar sei, welcher Einbruch auf wessen Kappe geht. Kriminalisten prüfen noch, welche Spuren immer wieder auftauchen. Die Arbeit dauert, die Beamten brauchen Beweise. "Wir haben eine große Anzahl Delikte und sind dabei, alle Informationen zusammenzutragen und Parallelen zu suchen", sagt Schünemann. Neben der "Freien Presse" waren Kindereinrichtungen und die Volkshochschule schon Ziel der wählerischen Täter. Alle Delikte passierten im Stadtgebiet von Plauen. Weitere Opfer: das Kaffeehaus, das Umweltamt, ein Zahnarzt an der Gottschaldstraße, das Theater, ein Feinkostladen am Hradschin, die Galerie am Altmarkt, das Landesamt für Straßenbau.

Die Einbrecher sind nachtaktiv und agieren meist an den Wochentagen. Sie hebelten die Türen auf oder zogen die Zylinder wie Korken aus den Türen.

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