Pop-up-Laden spült 515 Euro in Lions Club-Kasse

Mit seiner Idee eines Geschäfts auf Zeit traf der Reichenbacher Charity-Verein am Samstag zum vierten Mal ins Schwarze.

Reichenbach.

Nur am Samstag hatte der Pop-up-Store des Lions Clubs Reichenbach in der Zwickauer Straße geöffnet. Mit dem Verkauf wurden 515 Euro für einen guten Zweck eingenommen. Die Charity-Aktion geleitet hatte Martina Müller. Ihr Verein war bereits zum vierten Mal mit der Geschäftsidee präsent.

Während ähnliche Initiativen wieder einschliefen, ist der Second-Hand-Verkauf nach wie vor beliebt. "Ich war schon einmal bei Happening to go im August hier und freute mich, den Laden entdeckt zu haben. Neben den Schnäppchen, die man hier finden kann, gefällt mir vor allem, dass der Verkauf für einen guten Zweck ist", sagte Heike Kanis aus Reichenbach. Sie probierte ein paar Jeans. Im Angebot war Kleidung querbeet. Die Prämisse liegt dabei auf wenig getragener Markenware zum kleinen Preis. Von etwa 50 Spendern hatte der Lions Club zuvor Kleidung erhalten. Dazu kamen Restbestände der letzten Aktion.

Männerkleidung war diesmal nicht im Angebot. Es wurde jedoch auch kein männlicher Kunde gesichtet. Das Repertoire erstreckte sich über Damenoberbekleidung in allen möglichen Farben, Formen und Varianten - die Kosten: zwischen fünf und 30 Euro. Raffinierte Kleider hingen neben Basics wie Jeans oder klassischen Blusen. "Die Reichenbacher kaufen vor allem nach der Saison. Diesmal gingen Hosen, Oberteile und Winterjacken besonders gut. Wir konnten einige Stammkunden begrüßen, die auch schon an den anderen Orten hereingeschaut haben", so Martina Müller. Neben der Bekleidung warteten viele ungetragene Schuhe und Taschen auf neue Besitzer. Nicht ganz so üppig war der Bestand an Accessoires wie Tücher oder Schals. Immer wieder sind im Geschäft auch Exoten zu haben, wie jetzt ein schwarz-rotes, verführerisches Etwas, das Männerherzen erfreuen kann.

Auf dem Ladentisch lag wieder eine Leinwand, auf der sich Kunden mit kleinen Texten verewigen konnten. Vor allem Dankesworte sind dort zu lesen gewesen.

Wem das eingenommene Geld zugutekommt? Dass es ein sozialer Zweck und für Kinder und Jugendliche sein soll, das steht jedenfalls bereits fest. "Wir wollen Kindern ein Erlebnis bieten, das nicht alltäglich ist und nicht einfach Geld oder eine Sachspende rüberreichen", so Martina Müller.

Am vierten Advent, zum verkaufsoffenen Sonntag, wollen die Akteure von 14 bis 18 Uhr öffnen. Dann soll es wieder hochwertigen Ware zum kleinen Preis geben, denn das Niveau der Aktion wollen die Initiatoren unbedingt bewahren.

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