Postplatz: Klagen über laute Nächte

Streife des Ordnungsamts bis 21.30 Uhr im Dienst - Nachts Polizei zuständig

Von Manuela mÜLLER

Wenn Sicherheitskräfte in der Plauener Innenstadt Feierabend machen, tanzen mitunter die Puppen. So klagen Anwohner. Laute Musik und Jugendliche, die nachts Fußball spielen: Solche Szenen schildern Anwohner von Post- und Theaterplatz. "Können die Jugendlichen machen, was sie wollen?", heißt es in einem Brief an die "Freie Presse". Die Anwohner fühlten sich ausgeliefert und um ihren Schlaf gebracht.

Bis 21.30 Uhr läuft der Streifendienst des Ordnungsamts durch die Innenstadt. Nach Auskunft des zuständigen Bürgermeisters Levente Sárközy sind drei bis fünf Mitarbeiter im Schichtdienst unterwegs. Es handle sich um Beschäftigte des Rathauses sowie eines von der Stadt beauftragten Sicherheitsdienstes. Die Streifen bis in die Nachtstunden auszudehnen, sei in einer Stadt wie Plauen nicht realisierbar: "Für diese Uhrzeiten ist die Polizei zuständig."

Das Polizeirevier habe nach Sárközys Worten mitunter Probleme mit nächtlichen Hilferufen wegen Lärmbelästigung. Die Anrufer seien nicht greifbar, Lärmverursacher beim Eintreffen der Beamten nicht mehr vor Ort: "Der, der da anruft, muss zu seiner Anzeige auch stehen", sagt Sárközy.

Krachgeplagten Anwohnern des Altmarkts empfahl Ordnungsamtschefin Anja Ullmann jetzt, ein Lärmprotokoll zu führen und im Rathaus vorzulegen. Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) zu den Betroffenen: "Sie haben das Recht klar auf Ihrer Seite!"

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