Prävention: Plauen holt sich Partner ins Boot

Präventionsrat vollzieht offiziellen Start: Verein aus Salzwedel hilft

Plauen.

Der kommunale Präventionsrat der Stadt Plauen ist am Donnerstag offiziell gestartet. Das nach einem einmütig getroffenen Stadtratsbeschluss vom 5. März geschaffene Gremium umfasst eine ganze Reihe von Mitgliedern und hat nun auch eine Koordinatorin. Sevina Wirth, seit 14 Jahren in der Stadtverwaltung tätig und inzwischen auf dem Weg zur "Fachkraft für Kriminalprävention", führt die Geschäftsstelle im Rathaus. "Eine junge Mitarbeiterin hat die Courage", stellte Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) die Chefin nach dem Gründungstreffen am Nachmittag vor.

Das Gremium soll über Maßnahmen und Projekte zur Vorbeugung von Straftaten beraten. "Wir werden Dinge aufgreifen, wenn es irgendwo in der Stadt brennt", erklärte Sevina Wirth. Dabei gehe es um den richtigen Informationsfluss, um Konflikte rechtzeitig zu erkennen und gegensteuern zu können.


Zum Präventionsrat gehören neben dem OB auch seine beiden Stellvertreter, die Fachbereichsleiter Jugend/Soziales/Sport sowie Sicherheit/Ordnung, Behinderten- und Ausländerbeauftragte, Gleichstellungsbeauftragte und die Geschäftsführerin der Plauener Straßenbahn. Die Leiterin des Polizeireviers Plauen, Sylvia von Wlkanowa, ist ebenfalls dabei und ließ sich am Donnerstag von Michael Peetz vertreten.

Als Projektpartner holte sich die Stadt den Verein zur Förderung der Bildung (VFB) aus Salzwedel in Sachsen-Anhalt mit ins Boot. Eine entsprechende Vereinbarung gilt für ein Jahr und wurde bei dem Treffen unterzeichnet. Fachberater Hagen Berndt berichtete von Erfahrungen bei der Entschärfung von Konflikten, beispielsweise bei der Unterbringung von Flüchtlingen. Oberdorfer sieht Aufgaben des Präventionsrates beim Umgang mit jugendlichen Randgruppen. Michael Peetz könnte sich aus Polizeisicht Begegnungszentren für kulturelle Gruppen vorstellen. Die Polizei habe oft nur geringe Möglichkeiten, da in den Strukturen junger Migrantengruppen Schweigen herrsche. "Das ist eine Welt für sich."

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