Preisgekrönte Raubtiergruppe tritt auf

Zirkus Probst gastiert ab morgen auf dem Plauener Festplatz an der Reichenbacher Straße. Mit 70 Tieren, zwölf Artisten und einem fast zweieinhalbstündigen Programm hat das Familienunternehmen eine ganze Menge zu bieten.

Plauen.

Der Familienbetrieb aus Neustadt an der Weinstraße ist weit über 100 Jahr alt. Karl Probst hat ihn Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet. Mittlerweile steht die vierte Generation in der Manege. Dazu zählt Stephanie Probst, die von morgen an bis Sonntag eine edle Pferdedressur bieten wird. "Wir haben 25 Pferde und Ponys", sagte gestern Mathijs te Kiefte. Er arbeitet als Sprecher des Unternehmens und ist zugleich der Moderator in der Manege. In der gibt es vieles zu sehen.

Neben Pferden sind Zebras, Emus, Lamas, Kamele, Dromedare, Ziegen und auch Watussirinder dabei. Watussisinder sind Haustiere aus Ostafrika mit gewaltigen Hörnern. Dressiert werden sie von Reinhard Probst. Er gehört der dritten Generation der Familie an und ist außerdem noch der Zirkusdirektor.

Der moldawische Artist Jim Bim zeigt sein Können auf einer federnden Fläche. Tamara Khurchudova jongliert meisterhaft, ebenso wie das Duo Victor und Viktoria Kosnyrov. Eine Liebesgeschichte zwischen Himmel und Erde wird vom Duo Infinitum an den Seidenstrapaten versprochen. Das ist die hohe Schule der Luftakrobatik.

Einer der Höhepunkte wird dann aber die Raubtierdressur von Tom Dieck Jr. sein. "Er hat damit den Bronzenen Clown beim Zirkusfestival in Monte Carlo gewonnen", verweist Mathijs te Kiefte auf das jährliche Treffen der weltbesten Akteure in diesem Metier im Fürstentum Monaco. Tom Dieck gehört nicht zum Zirkus Probst. Er ist für das Programm engagiert worden. Der Tierlehrer präsentiert weiße Löwen, Tiger und Liger. Liger ist eine Kreuzung aus einem Löwe und einem Tiger. Zum Zirkus Probst gehören insgesamt 70 Tiere, die auch in einer Tierschau zu besichtigen sind. Zwölf Artisten wirken mit. Sechs Musiker sorgen für den richtigen Sound zu den Programmpunkten. Im Zelt ist Platz für 1200 Zuschauer. Denen soll es in diesen Tagen möglichst nicht zu warm werden. "Wir werden das Zelt offen lassen", verspricht der Moderator. Abkühlung in Form von Getränken lassen sich im nebenstehenden Zelt mit der Gastronomie holen.

Viel wärmer als den Zuschauern wird es den Artisten, meint Kiefte. Auch die Tiere bekommen Wasser. Da gebe es selbst bei solchen Temperaturen wie derzeit keine Probleme. "Wir werden vier Mal im Jahr kontrolliert", geht der Sprecher auch auf die Bedingungen der Tierhaltung ein. Man sei jeweils mit "Sehr gut" bewertet worden. Mehr gehe nicht.

Die Vorstellungen finden von Donnerstag bis Samstag jeweils um 16 und 19.30 Uhr statt, am Sonntag um 11 und 16 Uhr. Am Donnerstag ist Familientag, an dem die Eintrittskarten nur zehn Euro kosten (Loge 15 Euro).

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