Protestaktion bei der Awo in Auerbach

Neuer Tarifvertrag geplant - Fusion mit Plauen folgt

Auerbach/Plauen.

Beim Auerbacher Sozialbetrieb Awo brodelt es: Die Gewerkschaft Verdi hat dort für heute zu einer Protestaktion aufgerufen. Bei einer "Aktiven Mittagspause" sollen die rund 430 Mitarbeiter ein Zeichen setzen. Mit der Protestaktion will die Gewerkschaft Bewegung in die stockenden Verhandlungen zu einem neuen Haustarifvertrag für den Wohlfahrtsverband bringen. Die Awo will ihren Beschäftigen zwar höhere Löhne zahlen, verknüpft dies aber mit der Einführung von Arbeitszeitkonten. Der neue Tarifvertrag soll von 2019 bis 2021 gelten. Für die Gewerkschaft sind die Awo-Pläne doppelt problematisch. Einmal befürchtet Verhandlungsführerin und Verdi-Gewerkschaftssekretärin Simone Bovensiepen, dass den Beschäftigten mit der Einführung von Arbeitszeitkonten eine noch höhere Flexibilität bei den Arbeitszeiten abverlangt wird. Zudem würden die Beschäftigten kritisieren, dass die Abrechnung der Arbeitsstunden schon bisher schwierig sei. Bovensiepen: "Die Leute wissen oft nicht, wie viel sie am Ende des Monats Lohn erhalten." Die Mitarbeiter hätten ihr außerdem von einem schlechten Betriebsklima berichtet. Die Fluktuation sei hoch und manche Stelle unbesetzt.

Ein anderes Problem sieht die Gewerkschafterin darin, dass die Awo Unterschiede bei der Lohnerhöhung plant. Fachkräfte sollen ab 2019 sieben Prozent mehr Lohn erhalten, Nichtfachkräfte nur drei Prozent.

Die Arbeiterwohlfahrt Plauen ist von der Protestaktion nicht betroffen. Zwar wurde der Wege für eine Fusion der Plauener mit der Awo Auerbach bereits frei gemacht, der Zusammenschluss steht aber erst noch bevor.lh

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