Richtkrone schwebt in Turnhalle

Zwei Sektgläser gingen zu Bruch, Reden wurden geschwungen, die Richtkrone per Kran in die Höhe gehoben. Richtfest wurde gestern in Pausa gefeiert. Ab Montag wird am Dach der Zweifelderhalle gebaut.

Pausa.

Eine Etappe beim Bau der neuen Zweifelder-Turnhalle in Pausa ist geschafft. Gestern wurde Richtfest im Inneren des Rohbaues, der allerdings noch kein Dach hat, gefeiert. "Mit der neuen Zweifelder-Turnhalle steht das Bildungs- und Erziehungszentrum vor der Vollendung", sagte Bürgermeister Jonny Ansorge (CDU). Gerade im Hinblick auf die auf Sport ausgerichtete Schule sei die Turnhalle als relevant anzusehen. "Es ist die finanzintensivste Baumaßnahme seit der Wende."

Für den Bau der Zweifelder-Turnhalle neben der Schule hatte die Stadt Pausa-Mühltroff Fördermittel in Höhe von 3,4 Millionen Euro vorgesehen. 1,4 Millionen Euro erhielt die Stadt vom Freistaat. Auch wenn das Dach noch nicht drauf ist, sei es der erste große Bauabschnitt. Eine Pause gebe es nicht. "Es wird gnadenlos weitergebaut", so der Bürgermeister von Pausa-Mühltroff.

Von kurzen Wegen und Problemen, die gleich auf der Baustelle gelöst werden, sprach Projektleiter Peter Hahn. "Ich hoffe, dass es mit den Ausbaugewerken so weitergeht." Dass er schon seit zehn Jahren mit der Problematik Turnhalle sich in Pausa beschäftigt, berichtete Tim Fugmann vom Architektenbüro aus Falkenstein. Es ging damals noch darum, ob man die alte Turnhalle saniert und erweitert, was sich aber als zu aufwändig herausstellte. "Es wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen." Der Rohbau sei jetzt weitestgehend abgeschlossen, die Fenster sind drin. "Am Montag beginnen die Arbeiten am Dach." 98 Prozent der Gewerke sind ausgeschrieben, 25 Prozent müssen noch vergeben werden. Ziel sei, dieses Jahr mit dem Bau fertig zu werden.

Der Pausaer Pfarrer Frank Pierel gab dem neu entstehenden Gebäude den Segen: "Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen." So lautet ein Bibelspruch. Es soll ein Ort des fröhlichen Spielens, Lernens und Trainierens entstehen.

Nicht fehlen durfte die Erdachsendeckelscharnierschmiernippelkommission zu Pausa, deren Mitglieder fleißig die "Schmiere" (Schnaps) austeilten und anstießen. Eberhard Birkholz von der Kommission kippte einen Schwapp aus der Flasche auf den Betonboden. Er sagte noch: "Alles, was Großes gebaut wird in Pausa, begleiten wir." Und man hoffe, dass die Tür vor Finanzamt und Gerichtsvollzieher schütze.

Den Richtspruch, ausgerichtet auf die Turnhalle, gab Friedrich Höfer von der Zeulenrodaer Baufirma zum Besten. "Auf die neue Zweifeld-Halle freuen sich hier sicher alle, jeder weiß, wie sehr die Bewegung fördert - auch die geistig Regung..." Zwei Sektgläser - erst das eine, dann das andere - schmiss Höfer nach dem Anstoßen traditionsgemäß auf den Boden. Auf dass der Bau gelingen möge.

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