Rosenbach will aus Wohnungsfirma raus

Einstimmig: Gemeinderat stoppt jährliche Zahlung

Mehltheuer.

Ein geplanter Beschluss zur Wohnungsbaugesellschaft Plauen Land hat am Donnerstagabend im Gemeinderat Rosenbach eine jähe Wendung genommen. Statt die seit 2012 geltende Regelung über einen jährlichen Zuschuss von knapp 2200 Euro zu verlängern und den Weg für unbefristete jährliche Zahlungen in gleicher Höhe freizumachen, lehnte der Gemeinderat die Beschlussvorlage einstimmig ab. Mehrere Gemeinderäte hatten zuvor Unverständnis für die bisherige Praxis geäußert.

Die Gesellschafterversammlung der in Weischlitz ansässigen Wohnungsbaugesellschaft Plauen Land hatte 2012 beschlossen, "zur Sicherung der Gesellschaft" eine jährliche Einlage von 50.000 Euro aufzubringen. Offenbar hatte erheblicher Leerstand die Gesellschaft belastet. Rosenbach besitzt als Gesellschafter Anteile von 4,4 Prozent und musste bislang 2193 Euro jährlich aufbringen. Die Gemeinde hatte der Regelung bis einschließlich 2018 zugestimmt. Wie geht es nun weiter?

Die Verwaltung soll die Verträge prüfen, forderten mehrere Gemeinderäte. Ziel sei der Ausstieg aus der Wohnungsbaugesellschaft. Die Übernahme der Wohnungen in Eigenregie soll geprüft werden. Jahr für Jahr eine Immobilienfirma zu bezuschussen, sei abwegig und unnötig, hieß es.

Die Verwaltung werde den Geschäftsführer der kommunalen Gesellschaft einladen, um die Situation darzulegen, erklärte Verwaltungsleiter Heiko Winkler. Er warnte aber auch, dass ein Ausstieg und die Entflechtung für die Gemeinde Rosenbach teuer werden könnten. (ur)

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