"Sabines" Spätfolgen: Schäden größer als gedacht

Wegen Aufräumarbeiten bleibt im Vogtland bis Freitagnachmittag eine Kreisstraße gesperrt. Auch im Wald wird aufgeräumt.

Plauen.

Die Auswirkungen von Sturmtief "Sabine" sind im Vogtland noch immer zu spüren. Wegen der Beseitigung von Schäden ist erneut eine Straße gesperrt. Bis zum heutigen Freitagnachmittag, 16 Uhr, soll die Kreisstraße K 7806 auf dem Abschnitt zwischen Mechelgrün und Theuma die Durchfahrt aber wieder möglich sein, meldet der Rettungszweckverband Südwestsachsen.

Auch im Wald stehen Aufräumarbeiten von größerem Umfang an. Die am Montag geschätzten Schadholzmengen im Forstbezirk Plauen haben sich nach ersten Aufnahmen der Revierleiter deutlich erhöht. Das meldete der Staatsbetrieb Sachsenforst am Donnerstag. Kurz nach Abklingen des Orkans waren die Verantwortlichen noch davon ausgegangen, dass die Sache trotz der Wucht des Sturms glimpflich und ohne größere Schäden ausgegangen war. Nach weiteren heftigen Sturmböen am Montag und in der Nacht zu Dienstag korrigieren die Verantwortlichen diese Einschätzung: Im Landeswald des Forstbezirkes beträgt das Wurf- und Bruchholz knapp 8000 Kubikmeter. Im Privat- und Kommunalwald rechnet der Forstbetrieb sogar mit etwa 10.000 Kubikmetern, die jetzt aus dem Wald herausgeholt werden müssen. "Damit liegt die Menge aber weit unter den Befürchtungen und unter den Sturmholzmengen der vergangenen Winter", betont Pressesprecherin Ines Bimberg. Schäden im Wald der Stadt Plauen sind da aber noch nicht mitgerechnet. Die Stürme "Herwart" und "Friederike" hatten in der Region größere Schäden angerichtet.

Betroffen ist diesmal in erster Linie die Fichte als Flachwurzler. "Das meiste Schadholz sind Einzelwürfe und Brüche, verstreut über alle Flächen", erklärt Bimberg. "Das wird zur Herausforderung für alle Waldbesitzer, die Einzelbäume rechtzeitig vor Flugbeginn des Borkenkäfers zu finden und aufzuarbeiten." Sachsenforst appelliert in der Pressemitteilung an alle Waldeigentümer, ihren Wald auf Sturmschäden zu kontrollieren und das Schadholz abzutransportieren. An vielen Stellen lagert auch noch das Borkenkäferschadholz aus der vorigen Saison. Auch das muss noch vor Beginn des Frühjahrs raus aus dem Wald, um neue Schäden zu vermeiden.

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