Sandsack-Maschine soll getestet werden

Kauf vertagt - Berufsfeuerwehr will Füll-Gerät vom Landkreis ausprobieren

Seit Jahren hat sie beim Kreis geschlummert. Nun will Plauens Feuerwehrchef Jörg Pöcker sie erst mal ausprobieren, bevor die Stadt darüber nachdenkt, selbst ein Exemplar anzuschaffen: eine Maschine, die im Fall eines Hochwassers wie im Mai Säcke mit Sand füllt.

Die CDU hatte beantragt, dass die Kommune ein solches Gerät kauft. Kosten soll es laut Jörg Schmidt, Fraktionschef der CDU im Stadtrat, zwischen 25.000 und 40.000 Euro. Die Stadtverwaltung hatte den Kauf abgelehnt.

Laut Pöcker hat der Kreis die Maschine schon seit 2001. Bisher habe sie sich noch niemand ausgeliehen, so der Fachmann. Auf einer Feuerwehr-Wunschliste stehe ein solches Gerät für ihn an letzter Stelle, fügte er hinzu. Nichtsdestotrotz will er sie testen und herausfinden, welche Wehren so etwas haben wollen.

Dieter Rappenhöner (Grüne) unterstützte die CDU: "Es kann jeden treffen. Wir wissen nicht, wann." Sven Gerbeth (FDP/Initiative Plauen) sprach sich für Pöckers Vorschlag aus und regte an, herauszufinden, ob sich noch weitere Sandsack-Maschinen in der Region befinden, die eingesetzt werden könnten. Jörg Schmidt stellte eine Anschaffung schließlich erst mal zurück.

Stattdessen beschloss der Stadtrat, sich bei der zuständigen Landesbehörde, der Landestalsperrenverwaltung und dem Freistaat dafür stark zu machen, dass das Hochwasserschutzkonzept sowie Maßnahmen von 2005 umgesetzt werden - besonders mit Blick auf Straßberg, wo das Hochwasser im Mai zahlreiche Schäden verursacht hatte. (em)

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