Sandsäcke: Lagerplatz gesucht

In Plauen gibt es Über- legungen, ein Sandsack-Füllgerät anzuschaffen. Doch wo soll der Sand aufbewahrt werden für den Ernstfall?

Plauen.

Ob sich die Stadtverwaltung ein Gerät zulegt, mit dem sich für einen Hochwasser-Fall viele Säcke mit Sand füllen lassen, ist noch offen. Fest steht aber: Ohne einen passenden Lagerplatz für Sand wird das gar nichts. Doch die Suche läuft: Eine Halle ist inzwischen besichtigt worden. Das teilte der Leiter der Plauener Berufsfeuerwehr, Jörg Pöcker, mit. "Der Sand muss trocken lagern", erklärt er. Jedoch: "Es müssen verschiedene technische Veränderungen an der Halle vorgenommen werden", so Pöcker. Ob und wenn ja, wie das gehen kann und wie viel Platz tatsächlich gebraucht wird, das werde zurzeit geprüft.

Wer den Lager- und Abfüllplatz betreiben könnte, ist offen. Noch haben laut Pöcker keine Gespräche dazu stattgefunden. Ein Plauener meldete sich indes mit einer spontanen Idee bei der "Freien Presse": Er schlägt das Gelände der Firma Elsterbaustoffe an der Holbeinstraße, kurz vor der Panzerbrücke, vor. Dort sei auch ein Radlader vorhanden, so der Mann weiter. "Man wäre über den Leuchtsmühlenweg ruckzuck in Straßberg und Kürbitz", malt der Plauener seinen Vorschlag aus.

Im Betrieb ist man der Idee nicht abgeneigt. Erfahrungen in Sachen Hochwasser-Katastrophe hat man dort auch schon. "Bei der großen Flut im Jahr 2013 haben wir über 120 Tonnen Sand verladen", erinnert sich Gesellschafter Karsten Grundmann. Die Feuerwehr habe den Sand dann nach einem Anruf mitten in der Nacht abgeholt. Mindestens 250 Tonnen mit mehreren Sorten würden auf dem Firmengelände gelagert. Offen für Gespräche mit der Stadt sei man durchaus, so Grundmann. Ein Radlader sei tatsächlich auch vorhanden.

Der Radlader stößt bei Feuerwehr-Chef Pöcker auf Zustimmung. Doch aus seiner Sicht spricht ein schwerwiegendes Argument gegen das Gelände: "Der Standort ist völlig ungeeignet", erklärt er, "da nach dem Standort der Firma Bus Modifikation Center das Gelände rechtsseitig der Fließrichtung primär zum Überflutungsgebiet der Weißen Elster gehört."

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