Sattelzug auf A 72 ausgebrannt: Riesenstau auf Umleitungsstrecke

An der Ausfahrt Pirk ist in der Nacht zum Montag ein Laster in Flammen aufgegangen. Zuvor hatte es schon an der Anschlussstelle Plauen-Ost gekracht.

Plauen.

Das Verkehrschaos in und um Plauen begann in der Nacht zum Montag um 2.30Uhr. Ein polnischer Sattelzug fing auf der Autobahn 72 - in Richtung Hof fahrend - plötzlich nahe der Ausfahrt Pirk Feuer. Da das Fahrzeug 24 Tonnen Kunststoffgranulat geladen hatte, brannte es in kurzer Zeit komplett aus. "Das Feuer entstand im Motorraum", sagte gestern Polizeisprecherin Anett Münster. Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an, der 39-jährige Fahrer konnte das Führerhaus unverletzt verlassen. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest.

Die Autobahn war nach dem Unfall über Stunden hinweg in Richtung Hof komplett dicht. "Ab 8.15Uhr konnten wir den Verkehr dann an der Unfallstelle auf dem linken Fahrstreifen vorbeileiten", so Münster. Viele Autofahrer versuchten, der Fahrzeugschlange zu entkommen und sich einen Weg über die Landstraßen zu suchen. In und um Plauen führte dies zu verstopften Straßen. Verschärft wurde die Lage, als es gegen 8.40Uhr auf der A72 in Höhe der Anschlussstelle Pirk noch einmal krachte. "Ursache war ein Rückstau nach dem ausgebrannten Lkw", sagte Münster. An den beiden Pkw, die in den Auffahrunfall verwickelt waren, entstand Blechschaden in Höhe von 1500Euro. Verletzt wurde niemand.


Verkehrsbehinderungen auf der A 72 bei Plauen hatte es aber schon einige Stunden früher gegeben. Denn an der Autobahnabfahrt Plauen-Ost hatte es in der Nacht ebenfalls gekracht. Ein Opel-Kleintransporter wollte die A72 verlassen und links auf die B173 Richtung Neuensalz abbiegen. "Dabei nahm er offenbar dem Fahrer eines Sattelzugs die Vorfahrt, der auf der Bundesstraße unterwegs war", so Anett Münster. Beide Fahrzeuge stießen zusammen. Auch ein Wegweiser wurde noch gerammt. Der 60-jährige Mann am Steuer der Kleintransporters erlitt schwere Verletzungen. Der Lasterfahrer hatte mehr Glück und trug keine Blessuren davon. Die Polizei schätzt den Sachschaden auf rund 31.000Euro.

Durch diesen Verkehrsunfall war die Abfahrt Plauen-Ost der Trasse Richtung Hof auf Stunden hinaus blockiert. Es war nicht mehr möglich, die Autobahn zu verlassen. Die Bundesstraße musste zwar nicht gesperrt werden, zu erheblichen Behinderungen in dem Bereich kam es trotzdem. "Das Bild nach dem Unfall sah sehr spektakulär aus", berichtete Jürgen Schott, der gegen 5.45Uhr auf dem Weg zu seiner Arbeitsstelle in Zwickau an den beiden Fahrzeugen vorbeikam. "Es wirkte so, als habe der Laster den Kleintransporter auf die Verkehrsinsel geschoben." Der Plauener hatte übrigens keine Probleme, pünktlich auf Arbeit zu erscheinen. "Richtung Zwickau auf die Autobahn zu fahren, war ja kein Problem", so Jürgen Schott. www.freiepresse.de/BILDERGALERIEN

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