Schätze vom Dachboden geholt

Es sind die liebevollen Details, die die Kürbitzer Weihnachtsausstellung alljährlich zum Anziehungspunkt machen. An diesem Wochenende gibt es ein Jubiläum zu feiern.

Kürbitz.

Angefangen hat es ganz klein mit Spielsachen, welche die Kürbitzer vom Dachboden holten und in einem Raum ausstellten. Was klein begann, hat sich zu einer Erfolgsgeschichte entwickelt. Nun besteht die Herausforderung von Jahr zu Jahr darin, den Besuchern Neues zu bieten.

Eines ist jedoch bereits jetzt sicher: Das ganze Haus "Zum goldenen Löwen" wird voller Trubel und Leben sein. An den Wänden im Saal prangen farbige Adventskalender, an der Decke baumeln Glocken, Sterne und Glaskugeln. Im Foyer liegen Fichtenzweige. Eine große Gartenbahn, deren Gleise fast die Hälfte des Saales einnehmen, wird aufgebaut. Auf der Bühne richten Frauen das weihnachtliche Bild mit Teddybären. Seit gestern sind die Exponate aufgebaut, Spielsachen aus früherer Zeit. Puppenhäuser, Kaufmannsladen, Bauernhöfe.

"Wir sind fast 40 Leute, die alles vorbereiten", sagt Hans-Jürgen Müller vom Organisationteam. Aktive der Sportgemeinschaft, des Dorfclubs und der Feuerwehr sind dabei. "Es helfen auch Leute mit, die in keinem der Vereine sind, aber Freude daran haben." Mitte November wurde mit Vorbereitungen begonnen, sonst wäre es nicht zu schaffen: "Wir sind froh, dass wir Rentner dabei haben, die tagsüber Hand anlegen können", sagt Müller. "Früher brauchten wir vier Tage", blickt er zurück. Ganz klein hatten die Kürbitzer vor 20Jahren angefangen. "Wir saßen beim Sportfest im Sommer zusammen und überlegten, mal unsere alten Spielsachen auszustellen." Gotthold Gütter erinnert sich: "Jeder erzählte, was er aufgehoben hat." Also holten die Kürbitzer ihre Puppenhäuser und Bauernhöfe vom Boden, putzten, reparierten, richteten alles. Im Saal des "Löwen" fand die erste Ausstellung statt, heute wird längst das ganze Haus genutzt.

Müller weiß, was den Erfolg ausmacht: "Kindern gefallen die Spielsachen, weil es die heute in keinem Laden mehr gibt. Und Erwachsene erinnern sich gern an ihre eigene Kindheit." Auch dieses Jahr gibt es Neues zu entdecken. Was das ist, so meint das Organisationsteam, sollten die Leute selbst beim Rundgang herausfinden. Wichtig ist ihnen das traditionelle Handwerk, das präsentiert wird: Erstmals kommt ein Bogenbauer. Dabei sind auch eine Seifenhändlerin und eine Bastlerin, die aus Tannenzapfen Wichtel herstellt, Klöppelfrauen, Holzschnitzer. Zu sehen sind Dampfmaschinen, Intarsien, Flaschenwelten und anderes mehr. Für Kinder gibt es eine Weihnachtsbäckerei und eine Wichtelwerkstatt. Der Rauschebart kommt gegen 15.30 Uhr. Auf dem Markt im Garten gibt es Holz-, Kinder- und Adventsartikel sowie Süßes und Deftiges. Der Eintritt ist frei. "Wir wollen auch Großfamilien oder Leuten, die nicht so viel Geld haben, einen Besuch ermöglichen", sagt Gütter.

Geöffnet ist die 20. Weihnachtsausstellung in Kürbitz nur heute und morgen, 14 bis 18 Uhr. Umrahmt wird sie von einem weihnachtlichen Markt. Der Eintritt ist frei.

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