Schlachthof-Turm prägt Stadtteil Preißelpöhl

Auflösung Fotorätsel 1216: Im Oktober 1900 war Betriebsstart. Dem Turm kam dabei eine besondere Rolle zu.

Plauen.

Für den Stadtteil Preißelpöhl war und ist der Schlachthof-Turm das besondere Wahrzeichen, früher noch mehr als heute, weil auch Außenstehende an der weithin sichtbaren Uhr die genaue Zeit ablesen konnten. Heute laufen die Zeiger der Zeit hinterher.

Der Schlachthof ist kein Schlachthof mehr, ältere Plauener werden die roten Ziegelgebäude aber weiterhin so nennen. Der Schlachtbetrieb wurde in Nachwende-Zeiten an diesem Ort beendet, das Areal gehört seit 1994 zum Plauener Kabelwerk.


Als im Oktober 1900 der neue Schlachthof eingeweiht wurde, gab es bereits zwei bescheidene Vorgänger am Mühlgraben. Wie aus Unterlagen des Stadtarchivs hervorgeht, bestand schon im 16. Jahrhundert am Mühlgraben ein Kuddelhof (Schlachthof), der 1753 wegen der Errichtung einer Kattundruckerei weichen musste. Dafür wurde ein neues Schlachthaus im Komturhof gebaut. Das war dann 147 Jahre lang der Plauener Schlachthof. Die hygienischen Belange und die Vergrößerung der Stadt erforderten schließlich eine neue größere Anlage, die im Stadtteil Preißelpöhl - sogar mit Gleisanschluss - im Jahre 1900 vollendet wurde.

Der Turm hat eine Höhe von 23,45 Meter. In seinen vier Stockwerken wurde das Wasser in verschiedenen Temperaturen für die einzelnen Arbeitsgänge aufbereitet. Interessant ist, dass der Schlachthof auch der größte Roh-Eis-Erzeuger der Stadt für Kühlzwecke in Gaststätten und Läden war. Täglich konnten bis zu 200 Zentner Eis in Form von Stangen und Blöcken produziert und ausgeliefert werden.

Gewonnen haben Karin und Manfred Schneider aus Plauen. Sie bekommen eine CD mit virtuoser Orgelmusik - gespielt von Alexander Kuhlo.

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