Schnelles Internet dauert

Nach Vertragswirrwarr mindestens ein Jahr Verzögerung

Plauen.

Die aktuelle Bitte der Stadtwerke Plauen, aufgrund enorm gestiegener Preise aus dem Vertrag zur weiteren Breitbanderschließung in Plauen auszusteigen, wird in den betroffenen vier Gebieten zu Verzögerungen von mindestens einem Jahr führen. Davon geht Oberbürgermeister Ralf Oberdorfer (FDP) aus. Er ist Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stadtwerke.

Die Bitte um Vertragsauflösung mit dem Vogtlandkreis als Träger des Vorhabens erfolgte in Absprache mit ihm. Oberdorfer bittet Betroffene um Verständnis: "Es hätte zwei Wege gegeben: eine Fristverlängerung oder eine Erhöhung der Fördermittel. Beides wurde nicht bestätigt. Den Bau trotzdem durchzuziehen, würde unsere Stadtwerke wirtschaftlich gefährden. Das geht nicht." Laut Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Kober sind die Preise im Kabeltiefbau in den anderthalb Jahren, die nach Angebotsabgabe vergingen, überproportional gestiegen. Die Bundesregierung habe ihr Förderprogramm mit einem engen Zeitrahmen versehen. Folge sei eine Explosion der Preise. Dass aus anderen Fördergebieten im Vogtland keine Kostenerhöhungen bekannt sind, wundert Kober nicht. Dort kam die Telekom zum Zuge. Sie hat über Rahmenverträge Firmen langfristig an sich gebunden.

Sascha Aurich

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Die Stadtwerke hatten den Zuschlag erhalten, bis Ende 2020 rund 1600 Haushalte mit Glasfaserkabel zu versorgen, die bisher weniger als 30 MBit anliegen haben. (us)

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