Schülerproteste sollen 2020 weitergehen

Weltweit demonstrierte die Fridays-for-Future- Bewegung am Freitag. Auch in Plauen versammelten sich 60 Teilnehmer.

Plauen.

Sie hatten eigentlich mit nur wenigen Teilnehmern gerechnet. "Es ist Black Friday, da sind viele shoppen. Außerdem hat jetzt der Weihnachtsmarkt geöffnet", sagte die Organisatorin der Fridays-for-Future-Demonstrationen in Plauen, Lea-Sophie Gauglitz, vor der Demo am Freitag. Am Ende sollten es dann aber doch um die 60 Teilnehmer werden, bei der für dieses Jahr wohl letzten Kundgebung der Klima-Aktivisten in Plauen.

"Es ist jetzt für Dezember noch eine Weihnachtsfeier geplant, bei der wir unsere Arbeit dieses Jahr auswerten", so Gauglitz. Alles in allem zeigt sich die Aktivistin mit ihrer Arbeit zufrieden. "Es ist nicht leicht, die Menschen hier für sich zu gewinnen, aber es bilden sich trotzdem neuen Netzwerke", sagt sie. In Zukunft will die Plauener Fridays-for-Future-Bewegung auch mit Stadträten in Kontakt treten. Unter anderem mehr Blühwiesen in der Spitzenstadt könnten dabei ein Thema sein. "Derzeit wird ja fast alles kahlgemäht", so Gauglitz.

Die 16-Jährige hofft, im kommenden Jahr mehr Aktionen abseits der freitäglichen Proteste organisieren zu können. So sei schon in den Winterferien ein Workshop zum Thema Nachhaltigkeit geplant. "Wir arbeiten auch an einer Podiumsdiskussion, aber das ist natürlich sehr aufwändig", sagt die Adorferin. Ohnehin seien die Proteste mit viel Aufwand verbunden. "Die Demonstrationen wollen auch organisiert und angemeldet werden. Gerade bei der Bürokratie mussten wir viel lernen", sagt Gauglitz.

Bei dem Protest am Freitag war auch der Plauener Künstler Dirk Söllner vor Ort. Auf dem Theaterplatz hatte er eine Kunstinstallation aufgestellt. Neben einem großen Haufen Müll standen fünf Pappaufsteller, auf denen er selbst abgebildet war. Dazu standen dort Sprüche wie "Ökospinner" oder "Das ist nicht von mir". "In Gesprächen sind mir immer wieder solche Aussagen untergekommen. Ich will damit zeigen, dass es wichtig ist, dass jeder bei sich selbst mit den Veränderungen anfängt", so der Künstler.

Einen festen Termin für die nächste Kundgebung gibt es noch nicht. Sicher sei aber, so Lea-Sophie Gauglitz, dass es auch 2020 mit dem Protest weitergehen soll.

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