Schulbusse: Eltern fechten für letzte Nachbesserungen

Nach den Herbstferien fahren die Schulbusse nach neuen Plänen. Für den Kreiselternrat sind noch drängende Fragen offen.

Plauen.

130 Schulbusverbindungen hat die Arbeitsgruppe Verkehr des Kreiselternrats seit Mai zusammengetragen, wo es aus ihrer Sicht hakt, wo sie Nachbesserungen vom Verkehrsverbund Vogtland (VVV) fordert. In einer Übersicht sind alle Linien rot markiert, die Eltern Bauchschmerzen bereiten. Aktuell sind es nur noch 22. "Es hat sich viel getan", sagt Jens Uhlmann, Schulelternsprecher der Oberschule in Falkenstein. "Der Verkehrsverbund hat viele Dinge nachgebessert. Vereinzelt sehen wir aber noch Probleme."

Uhlmann ist Vorstandsmitglied des Gremiums und federführend beim Thema Schulbus. Was sich auf den Linien verbessert hat, ist auch das Ergebnis wiederholter Auseinandersetzungen mit Verantwortlichen des Verkehrsverbunds. Mittwochabend kam der Kreiselternrat zu einer nicht-öffentlichen Sitzung zusammen, um vor dem Start des neuen Schulbussystems nach den Herbstferien final über die Pläne zu beraten. Es war das einzige Thema, das auf der Agenda stand.

35 Elternvertreter von 30 Schulen im Kreis folgten dem Ruf zur Vollversammlung. Es waren die Schulen, wo noch etwas hakt: aus dem Plauener Umland, dem Göltzschtal, dem oberen Vogtland und aus dem Raum Reichenbach. In Plauen, wo die meisten Schüler die Straßenbahn nutzen, bringt das neue Busnetz kaum Reibungspunkte. "Es sind vor allem die ländlichen Regionen, wo noch Fragen offen sind", meint Uhlmann. Kritik üben Eltern daran, dass nach wie vor einige Grundschüler umsteigen müssen, um ans Ziel zu gelangen. Das betreffe unter anderem Schüler der Grundschule Erlbach, die aus Siebenbrunn, Wohlhausen oder Zwota dort ankommen sollen. Auch werden zu lange Wartezeiten moniert, etwa für Schüler der Lengenfelder Oberschule aus Schneidenbach, die mehr als 90 Minuten auf ihre Heimfahrt warten müssten. "Generell ist für uns eine wichtige Frage, wer bei Umstiegen und Fußmärschen bis zur nächsten Bushaltestelle die Aufsicht übernimmt", sagt Uhlmann. Von Schulen steht die Aussage, dass sie nur zuständig sind, wenn der Zustieg direkt vor dem Schulgebäude erfolgt. Das ist nicht immer so.

Auch Kathrin Tunger betont, dass viele Punkte der Eltern abgearbeitet wurden. Sie ist Geschäftsführerin und Kaufmännische Leiterin beim VVV. "Wir haben versucht, viele Lösungen zu schaffen. Es sind Einzelfälle, die vielleicht noch nicht zufriedenstellen", meint sie. "Oft liegt es aber daran, dass es nicht die nächstgelegene Schule ist, die erreicht werden soll." Bei der Frage der Aufsichtspflicht verweist die Verkehrsverbunds-Chefin auf die Schulträger, damit auf die Kommunen. www.freiepresse.de/busplaene

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