Schule nun staatlich anerkannt

Wer am Institut für Wissen und Bildung die Freie Oberschule besucht, kann seine Prüfungen nun in vertrauter Umgebung ablegen. Das ist nicht die einzige Neuerung.

Plauen.

Lehrer und Schüler der Freien Oberschule am Institut für Wissen und Bildung in Plauen (IWB) haben Grund zur Freude. Ihre Bildungseinrichtung ist nun staatlich anerkannt und darf somit die Prüfungen künftig selbst abnehmen. "Das ist eine Bestätigung unserer guten Arbeit", freut sich Leiterin Sophia Hähnel.

Für alle Achtklässler heißt es seit diesem Schuljahr, alle zwei Wochen an einem Tag zur Arbeit statt zur Schule zu gehen. Im Rahmen des praxisbezogenen Unterrichts haben alle Heranwachsenden einen Betrieb gefunden, in dem sie schon einmal für ihr späteres Berufsleben erste Erfahrungen sammeln können.

Unterdessen wurde bekannt, dass das IWB im Rahmen des Digitalpaktes der Bundesregierung insgesamt 148.000 Euro zur Verfügung gestellt bekommt. Mit dem Geld sollen ein neues Computerkabinett ausgestattet, neue interaktive Tafeln angeschafft und mobile Endgeräte wie iPads gekauft werden. Zudem ist geplant, die beiden Schulgebäude an der Dobenaustraße im Stadtzentrum und das der Freien Oberschule in Neundorf miteinander zu vernetzen. "Wir bringen schon seit Jahren die digitale Bildung als Vorreiter voran, denn bereits ohne die Zusicherung von Fördermitteln sind wir mit einer sehr modernen technischen Ausstattung in Vorleistung getreten", sagt der für die Technik verantwortliche Gert-Uwe Wellner. Die Schule freue sich, bei der weiteren Verbesserung der Lernbedingungen nun nochmals einen großen Schritt nach vorn gehen zu können.

Intensiviert werden konnte zuletzt auch die seit 2017 bestehende Kooperation mit dem in Plauen ansässigen Diagnosticum, einem Labor für Blutuntersuchungen und Pathologie. Die Einrichtung unterstützt die Schule mit modernen Gerätschaften. Zudem haben die angehenden Medizinisch-technischen Laboratoriumsassistenten des IWB nun die Möglichkeit, durch ein Stipendium ihre praktische Ausbildung in vielen verschiedenen Fachbereichen wie der Mikrobiologie, Pathologie oder Histologie zu absolvieren.

Engagiert ist das IWB auch auf sozialem Gebiet. Beim traditionellen Spendenlauf zugunsten der Kinderkrebshilfe Vogtland kamen jetzt 600 Euro zusammen. Die jährliche Benefizveranstaltung fand bereits zum sechsten Male statt - diesmal mit einer Rekordbeteiligung von mehr als 60 Sportlern sowie der großzügigen Unterstützung vieler vogtländischer Firmen. In diesem Jahr erstmals an den Start ging unter anderem ein Lehrer-Team des Beruflichen Gymnasiums der Montessori-Schule. Auch das Diagnosticum stellte eine Läufer-Gruppe.

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