Schutzziel bei Feueralarm: In 9,5 Minuten am Einsatzort

Stadt Auerbach formuliert Brandschutzbedarfsplan neu - Rat tagt am Montag

Auerbach.

In neuneinhalb Minuten nach Auslösen eines Feueralarm am Einsatzort sein: Das ist das Ziel der Auerbacher Feuerwehren in Ernstfällen. Zumindest soll dies laut neuem Brandschutzbedarfsplan für 90 Prozent aller Bürger der Stadt gelten. Das geht aus der Beschlussvorlage für die Stadtratssitzung am heutigen Montag hervor. Die Neufassung gilt nach Beschluss durch das Gremium von 2020 bis 2024.

Der Neuauflage des Brandschutzbedarfsplanes war eine Analyse durch ein externes Unternehmen vorausgegangen. In der ging es darum, die Leistungsfähigkeit und Gebietsabdeckung der Feuerwehren der Stadt Auerbach zu erheben und künftige Bedarfe danach auszurichten. Die personelle Ausstattung ist in vier Ortswehren und eine Stadtwehr mit insgesamt etwa 160 Kameraden gegliedert.

Ziel ist es, die Truppe einsatzfähig zu halten und einen Schutzzielerreichungsgrad von den eingangs genannten 90 Prozent beizubehalten. Laut Vorlage wurde der Plan mit den Ortswehrleitern besprochen und von diesen für gut befunden. Auch aus dem Stadtrat gibt es ein Stellungnahme: Man begrüße das im Plan festgeschriebene Ziel, teilt die CDU-Fraktion mit. Aufgrund der geografischen Lage der Ortschaften, der angesiedelten Industrie und der angrenzenden Bundesstraßen sei es wichtig, auch in den verschiedenen Ortsteilen gesetzeskonform Gerätehäuser mit modernen Fahrzeugen und Ausrüstung vorzuhalten.

Der Brandschutzbedarfsplan ist nicht das einzige Feuerwehrthema, das am Montag auf der Tagesordnung steht: Auch der hauptamtliche Gemeindewehrleiter soll bestellt werden. Vorschlag der Stadtverwaltung: der bisherige Stadtwehrleiter von Auerbach und stellvertretende Gemeindewehrleiter Nico Voigtländer. Der 40-Jährige übt seit Anfang des Jahres die Funktion ad Interim aus - dies, nachdem zwei Ausschreibungen erfolglos geblieben waren.

Bis vor einem Jahr war die Funktion des Gemeindewehrleiters wie die der Ortswehrleiter eine ehrenamtliche. Auf Grundlage einer neuen Feuerwehrsatzung wurde nach jahrelangen Konflikten eine neue Führungsstruktur geschaffen, unter anderem mit einem neuen Feuerwehrausschuss, in dem neben dem Oberbürgermeister als obersten Dienstherrn, den Ortswehrleitern und einigen Stadträten auch der nun hauptamtliche Gemeindewehrleiter Platz nehmen soll.

Der Stadtrat tagt am heutigen Montag, ab 17 Uhr in der Schloss-Arena öffentlich.

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