Sieben Kirchgemeinden schließen sich zusammen

Im Plauener Umland soll es ab 2020 eine neue Kirchenstruktur geben. Vor allem die Verwaltung wird durch den Zusammenschluss neu organisiert. Der Neugestaltungsprozess hat bereits begonnen.

Pausa-Mühltroff.

Die vier Kirchgemeinden Pausa, Ebersgrün, Mühltroff-Langenbach und Thierbach-Ranspach-Langenbuch verbindet bislang ein Schwesterkirchverhältnis. Zukünftig wollen sich die vier mit den Kirchgemeinden Rosenbach, Reuth und Mißlareuth zusammenschließen. Am 1. Januar 2020 soll es soweit sein. Ziel sind neue Strukturen mit mindestens 4000 Mitgliedern pro Region. "Das ist ein neues Gesetz der Landessynode - sachsenweit umzusetzen", so der Pausaer Pfarrer Frank Pierel. Mit den sieben Kirchgemeinden liegt man gut über 4000. Aber man will gewappnet sein, wenn die Mitgliederzahl weiter schrumpft, um sich der Gemeindearbeit selbst widmen zu können. "Es gibt mehr Beerdigungen als Taufen", so der Geistliche.

Was für die Menschen anders wird? "Für die Leute soll sich so wenig wie möglich ändern. Die Verwaltungsstruktur ändert sich." Es werde nur noch einen Gemeindevorstand geben. In jeder Gemeinde soll sich eine Kirchgemeindevertretung um die Gestaltung des Gemeindelebens vor Ort kümmern. "Es gibt eine Trauerphase, weil man die Veränderungen nicht will. Dann gibt es die Zeit, dass man die Änderungen annimmt, weil es nicht anders geht. Dann folgt die aktive Gestaltung, man kann es als Chance sehen", so Pierel. In verschiedenen Bereichen arbeiten die genannten Kirchgemeinden schon seit Jahren zusammen, zum Beispiel in der Bibelwoche und der Konfirmandenarbeit.

Fest steht nun auch, dass Pfarrer Rainer Sörgel weiterhin für die Kirchgemeinden Mühltroff-Langenbach und Thierbach-Ranspach-Langenbuch zuständig sein wird. Zum Ende seiner Probezeit hatte er sich dafür entschieden zu bleiben und sich um die zweite Pfarrstelle im Schwesterkirchverhältnis zu bewerben. Das Landeskirchenamt und die Kirchenvorstände stimmten dem zu. In der Mühltroffer Kirche wurde der Geistliche kürzlich feierlich in sein Amt eingeführt. "Ich habe mich von Anfang an wohlgefühlt und mir gesagt, wenn es keinen massiven Grund gibt, bleibe ich hier", sagt Pfarrer Sörgel. "Wir haben uns gut eingelebt und fühlen uns wohl." Damit meint er auch seine Familie. Das Pfarrhaus ist ihr Zuhause in Mühltroff.

Ein großes Projekt ist derzeit die Außensanierung der Schlosskirche in Mühltroff. "Der Putz ist angebracht, neue Fenster sind eingebaut. Am 18. November ist Kirchweih." Da soll in der sanierten Kirche gefeiert werden. An der Thierbacher Kirche wurde voriges Jahr das Dach erneuert.

"Beide Kirchgemeinden, Mühltroff-Langenbach und Thierbach-Ranspach-Langenbuch, haben ihre Potenziale und besonderen Herausforderungen. Die Zusammenarbeit mit den beiden Kirchenvorständen ist konstruktiv und wohlwollend", erläutert Pfarrer Rainer Sörgel. Dass die Pfarrstelle nach drei Vorgängern, die nicht lange in der Region ge- blieben sind, nun wieder fest besetzt ist, findet auch Pfarrer Frank Pierel gut. Er hat die erste Pfarrstelle inne und ist für Pausa und Ebersgrün zuständig.

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