Siedler küren Gründler-Familie 2018

Am Samstag war es im Stillen Grund gar nicht still, denn der GründlerVerein hat sein erstes Sommerfest gefeiert.

Plauen.

Eine geräumige Garage, Tische und Stühle rein, eine hauseigene Band dazu und allerhand Gäste. So haben die Gründler ihr erstes Sommerfest nach der Vereinsgründung 2016 gefeiert. Sie nennen sich deshalb Gründler, weil sie im Stillen Grund wohnen - eine Wohnsiedlung zwischen Preißelpöhl und Reißig. Zum Verein gehören derzeit zwölf Familien mit ihren 35 Angehörigen. Sie wohnen alle in dem Gebiet, das sie schlichtweg "Zweiten Bauabschnitt" nennen. Aber es können künftig noch mehr Leute aufgenommen werden, auch Mieter aus dem Ersten Bauabschnitt, so der Vorstand.

Der Vereinsvorsitzende Helmut Brunhuber (47) stellte Garage und Grundstück zur Verfügung. Im Garageninneren gab es allerhand zu essen und zu trinken. Weil es immer mal einen Regenschauer gab, versammelte sich das Feiervolk zeitweise völlig unkompliziert unter dem Garagendach. Nebenan auf einem großen Rasen hatten die Kinder genügend Platz zum Spielen. Im Laufe des Nachmittags wurde erstmalig die Gründler-Familie 2018 gekürt. Sie hatte beim Büchsenwurf am besten abgeschnitten und wurde nun mit einem blauen Vereins-Shirt ausgezeichnet.

Brunhuber, der 2016 zusammen mit Thomas Tanzmann den Gründler-Verein ins Leben gerufen hat, erklärt: "Den Verein haben wir gegründet, weil damit einmal die Frage der Versicherung geklärt ist. Außerdem können wir auf diesem Weg auf finanzielle Hilfe, beispielsweise von Sponsoren, hoffen." Absicht des Vereins sei es, die Gemeinschaft zu fördern. Es müsse einfach mehr passieren, sagt Brunhuber. "Deshalb wollen wir selbst etwas unternehmen und nicht warten, bis das andere für uns tun." Dass so etwas gelingt, zeigte sich auch beim Sommerfest. Musik zur Unterhaltung kam nicht von bezahlten Profis sondern wurde selbst gemacht. Und so hörte man schon von weitem die Klänge von vier Hobbymusikern. Arzt, Versicherungskaufmann, Lehrerin und medizinische Fachangestellte, alle Bewohner des "Stillen Grundes" legten sich ordentlich ins Zeug. Einige Gemeinschaftsaktionen kamen zur Sprache, die der Verein seit seiner Gründung realisiert hat. "Wir haben auf dem benachbarten Ölweg eine Säuberungsaktion organisiert, den Müll weggebracht, ein Kinderfest und einen kleinen Weihnachtsmarkt auf die Beine gestellt und auch öfter zusammen Fußball gespielt", berichtet der Vorsitzende. Doch damit nicht genug. Im August wird es den ersten Triathlon der Bewohner geben, bei dem das nahegelegene "Naddel" für das Schwimmen genutzt wird. Strecken zum Laufen und Radfahren sind rund um das Viertel genügend vorhanden. Sport wurde auch am Abend des Sommerfestes getrieben, allerdings mehr passiv. Gemeinsam schauten sich die Gründler im Festzelt das Fußballspiel Deutschland-Schweden an.

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