Sohn folgt dem Vater mit einer eigenen Ausstellung

Werke des Künstlers Roland Oßmann sind ab Samstag im Vogtlandmuseum zu sehen. Der Vogtländer schwärmt von Aquarellen und erklärt, warum diese Technik ihn so fasziniert.

Plauen.

Weil die Vogtländer ihre Hügellandschaft lieben, steht Malerei mit Motiven aus der Region immer hoch im Kurs. Auch der Sohn des 1990 verstorbenen Malers Gerhard Oßmann, Roland Oßmann, hat Berge, Täler, Wälder, Bäche und Dörfer des Vogtlandes in seinen Werken festgehalten. Einige der ab Samstag im Vogtlandmuseum ausgestellten 80 Bilder zeigen diese Motive. Darunter befindet sich auch ein Bild der Elstertalbrücke. Andere Arbeiten entstanden in Venedig, zeigen Notre Dame in Paris und Plätze in anderen Ländern der Erde, die der Architekt und Professor in den vergangenen Jahren geschaffen hat.

"Anlass dieser Ausstellung ist sein 80. Geburtstag", hat Museumsdirektor Martin Salesch bei der Vorbereitung der Schau am Mittwoch wissen lassen. Die ausgewählten 80 Arbeiten hängen zum einen in den Sonderausstellungsräumen der ersten Etage, aber auch in der Galerie mit Werken vogtländischer Maler. "Wir haben dafür einen Teil der Galerie geräumt", erklärte Salesch.

Zu sehen sind Aquarelle, Zeichnungen und Pastelle. "Man kann Schicht für Schicht aufeinander malen", erklärte der Künstler, warum er diese Technik gerne anwendet. Die untere Schicht scheine immer noch durch "und dadurch verändern sich die Farben", ergänzte er. Er liebe es, wenn Farben ineinanderlaufen. Wie er die Aquarelltechnik genutzt hat, können Kunstfreunde bis zum 3. November im Haus an der Nobelstraße sehen. So lange bleibt die Schau mit dem Titel "Aquavisionen 80 - Aquarelle, Zeichnungen und Pastelle" geöffnet. Neben der gezeigten Kunst beschäftigt sich die Ausstellung auch mit der Arbeit von Roland Oßmann als Architekt. Auch eine Kurzbiografie ist zu sehen.

Roland Oßmann ist in Rötha geboren worden. Aufgewachsen ist er in Klingenthal, wo er ab 1950 unter Anleitung seines Vaters das Malen und Zeichnen lernte. Gerhard Oßmann leitete in der Stadt im oberen Vogtland einen Mal- und Zeichenzirkel. Nach einer Maurerlehre studierte der Sohn in Weimar Architektur. In diesem Beruf ist er dann auch tätig gewesen. Ab 1974 steht seine Lehrtätigkeit an der Ingenieurschule für Bauwesen in Erfurt im Lebenslauf. Im Jahr 1990 begann Roland Oßmann mit seiner intensiven künstlerischen Tätigkeit.

Im vorigen Jahr schenkten er und seine Schwester Helga Hintze dem Vogtlandmuseum 150 Aquarelle ihres Vaters. Dazu fand eine Ausstellung statt. Jetzt folgt eine Schau des Nachkommen.

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