Sommerakademie auf Ohsers Spuren

Der diesjährige Kunstkurs hat seine Arbeitsergebnisse präsentiert. Wer das verpasst hat, kann aber bald an anderer Stelle sehen, welche Geschichten aus dem Vogtland die Teilnehmer illustrierten.

Plauen.

Das Thema Illustration ist in der Erich-Ohser-Stadt Plauen beliebt. Wie schon im vorigen Jahr ging es bei der Sommerakademie im Weisbachschen Haus auch diesmal um das Bebildern von Texten. Im vorjahr Jahr ist Illustrator Aljoscha Blau als künstlerischer Leiter zu Gast gewesen, nun sein Kollege Vitali Konstantinov. Ein Dutzend Studenten, Gymnasiasten, Schüler und Künstler aus verschiedenen Ländern ließen sich die Gelegenheit auch diesmal nicht entgehen.

Zu den Teilnehmern aus Plauen gehörte Veit Larisch. Der 50-Jährige hat beruflich in der Unternehmenskommunikation mit Illustrationen zu tun und beschäftigt sich auch in seiner Freizeit damit. "Ich war deshalb auch schon im vorigen Jahr bei der Sommerakademie dabei", berichtete er am Samstag. Wenn Texte bildhaft dargestellt werden sollen, muss es im Kurs auch um Texte, um Geschichten gehen.

"Wir haben mit Bausteinen geübt", erklärte Larisch. Gemeint sind Bausteine, aus denen eine Geschichte entstehen kann. Dazu zählten etwa eine Hochzeit, eine Begegnung, eine Prüfung, ein Zweikampf, eine Verwandlung: "Wir mussten drei dieser Bausteine ziehen und daraus eine Geschichte machen", gewährte der Teilnehmer einen Einblick in die Arbeit mit Vitali Konstantinov.

"Wir haben auch figurativ gearbeitet, mit Sprechblasen", erklärte der Kursleiter selbst, als er am Samstag interessierten Gästen Ergebnisse präsentierte. Was die zwölf jungen Leute am Ende geschaffen haben, wird im September in der Akademiegalerie im Haus Bleichstraße 3 ausgestellt. Dazu zählt dann vielleicht auch der Moosmann von Masihne Rasuli aus Auerbach. Von der Studentin der Bauhaus-Universität Weimar war neben anderem eine Skizze zu sehen, auf der ein Mütterchen ihre Hände vor dem Gesicht zusammenschlägt und die Sagengestalt am unteren Bildrand zu erkennen ist. Luise Stark aus Plauen plant ein 32-seitiges, farbiges Bilderbuch, wie sie auf einem Informationsblatt neben Zeichnungen vermerkt. Die 24-Jährige hat an der Fakultät für Angewandte Kunst Schneeberg studiert und bereits an der Sommerakademien teilgenommen. Der Titel ihrer Kurzgeschichte soll "Das unausgesprochene Wort" lauten. Die Geschichte setzt sich mit "mit dem Gedanken der Wahrheit und Realität auseinander und hinterfragt", erklärt sie.

"Zehn Tage sind viel, aber nicht genug, den Beruf zu erlernen", zeigt der Kursleiter auch Grenzen auf. Die Ausstellung mit seinen Illustrationen ist bis 14. September in der Akademiegalerie zu sehen.

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