Sorgaer Siedler lieben Musik in vielen Facetten

Das Siedlerfest in der Sorga lief in gewohnter Weise sehr unterhaltsam ab. Und das, obwohl eine wichtige Person fehlte.

Plauen.

Es liegt Musike drin, wenn sich im Siedlerverein Sorga die Feierlustigen zum Sommerfest treffen. Der Siedlerchor eröffnete traditionell Freitagabend das Fest. Das Schalmeienorchester Plauen und die Straßberger Musikanten unterhielten nacheinander die Gäste. Die übrigen Programmpunkte, wie Lampionumzug, Kinderfest, Disco und Frühschoppen waren zwischendurch oder parallel dazu eingeplant.

Der Siedlerchor in seinen schmucken hellgrünen Shirts musste diesmal ohne seine bewährte Chefin Karin Hederich auskommen. Sie war aus persönlichen Gründen verhindert, und der Auftritt der 28 Akteure hat trotzdem geklappt.

Das Zepter übernahm stattdessen der 74-jährige Johann Herbrich, und er hatte die Sache im Griff. Der ehemalige Elektroingenieur singt schon viele Jahre im Siedlerchor, aber als Dirigent hatte er nun seine Premiere. "Mir steht eigentlich gar kein großes Lob zu", so Herbrich. "Unsere Chorleiterin hat das Programm gründlich vorbereitet und auch einfachere Titel ausgesucht", sagte er. Und so schmetterten Sänger unbekümmert Lieder wie "Heut ist ein wunderschöner Tag", "Auf, du junger Wandersmann" und "Heute wollen wir das Ränzlein schnüren".

Eine ganze Stunde lang hielten anschließend die Musiker des Plauen Schalmeienorchesters bei brütender Hitze im Festzelt durch. Nach jedem Titel hieß es: Schalmei weg, Taschentuch her, um sich den Schweiß von Gesicht und Hals abzuwischen. Doch Pausen gönnten sich die Musiker um ihren Leiter Alexander Flach nicht. Flott ging es hintereinander weg, erklangen Titel wie "Amsterdam", "Silence", "Mendocino" und der alte Rock 'n' Roll "Motorbiene". Die Plauener Schalmeien sind eine gute Adresse, wenn man eine abwechslungsreiche Veranstaltung plant. Sie beherrschen Stücke verschiedener Genres, blasen "Fernando" von Abba über "La cucaracha" bis zur Titelmelodie des Films "Pretty Woman". Schlagzeuger Jörg Seubert hätte eigentlich am Freitagabend einen Orden verdient. Mit vollem Körpereinsatz bearbeitete er nicht nur unaufhaltsam sein Instrument. Er sprang zwischendurch auch auf, sauste ins Publikum und munterte gestikulierend die Leute zum Mitmachen auf. Doch nicht nur die Musiker litten unter der Hitze, die Zuhörer auch.

Ebenso unterhaltsam verlief am Samstag das Konzert der Straßberger Musikanten. Katja Adrian, die in jedem Jahr das Kinderfest organisiert, zeigte sich ebenso zufrieden wie der neue Vereinschef Robby Klein. "Rund 90 Helfer waren im Einsatz, und es hat alles wunderbar geklappt", sagte er gestern.

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