Sparkasse Vogtland macht Prämiensparern Angebot

Plauen.

In Auseinandersetzungen um nicht korrekt gewährte Zinszahlungen zwischen Prämiensparern der Sparkasse Vogtland und dem Kreditinstitut kommt offenbar Bewegung. Die Verbraucherzentrale Sachsen teilt mit: "Kunden der Sparkasse Vogtland haben in den letzten Tagen unterschiedliche Schreiben von ihrem Kreditinstitut im Briefkasten vorgefunden. Wir haben festgestellt, dass kein Schreiben dem anderen gleicht. Die Kunden, die sich bisher bei uns gemeldet haben, sind verunsichert."

Laut Heike Teubner, Leiterin der Verbraucherberatungsstelle Auerbach, wurden Kunden mit dem Vertrag "Prämiensparen flexibel" Zinsnachzahlungen angeboten, die zwischen 17 und 76 Prozent des von der Verbraucherzentrale Sachsen errechneten Betrags liegen. Welche Entscheidung Betroffene nun innerhalb der vorgegebenen 14-Tage-Frist treffen sollen, könne pauschal nicht beantwortet werden. Teubner: "Im Rahmen einer individuellen Beratung können wir jeden Fall einzeln beurteilen und Vor- und Nachteile aufzeigen." Die Verbraucherzentrale Sachsen hat seit Februar 2019 bei rund 2300 überprüften Verträgen festgestellt, dass im Durchschnitt etwa 2500 Euro zu wenig an Sparer ausgezahlt wurden.


"Wir begrüßen es sehr, dass sich die Sparkasse Vogtland nun endlich auf die Verbraucher zubewegt", heißt es. Es könne aber nicht sein, dass mit der 14-Tage-Frist ein solcher Druck aufgebaut und die Kunden derart unterschiedlich behandelt werden. Die Verbraucherschützer kündigen einen Termin mit der Sparkasse an. Sollte das nicht möglich sein, werde man nach der Musterklage gegen die Sparkasse Leipzig auch eine gegen die Sparkasse Vogtland prüfen. (us)

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