SPD kehrt an den Ursprung zurück

Das 30-jährige Bestehen ihres Ortsvereins haben Plauens Sozialdemokraten begangen. Vor allem im Rückblick bestand Grund zur Freude.

Plauen.

Im Lokal "Ursuppe" an der Windmühlenstraße haben Plauens Sozialdemokraten am Samstagabend an den Ursprung ihres Ortsvereins erinnert. Denn in dem einstigen Zoofachgeschäft legten dessen ehemaliger Betreiber Klaus Gerstner, Rüdiger Müller und Kurt Schwabe am 16. November 1989 den Grundstein für den Zusammenschluss. Klaus Gerstner ist mittlerweile nicht mehr in der SPD, war aber Gast der Feier und berichtete über die Zusammenkünfte im Büro seines Ladens.

Viel zu berichten hatte auch ein Urgestein des Ortsvereins: der ehemalige Schulleiter am Beruflichen Schulzentrum e.o.plauen und langjährige Vorsitzende der SPD-Stadtratsfraktion, Rainer Maria Kett. Als einer der Akteure der Friedlichen Revolution vor 30 Jahren schilderte er minutengenau die Ereignisse der ersten Massenkundgebung vom 7.Oktober 1989. Der Bericht kam gut an bei Gästen der Veranstaltung.

Ortsvereinsvorsitzende Juliane Pfeil zeichnete Rolf Schwanitz, Gunter Lochbaum, Hans-Joachim Wunderlich, Frank Thieme, Katrin Nielsen, Hellfried Unglaub, Ralf Seidel und Rainer Maria Kett für ihre 30-jährige SPD-Mitgliedschaft aus.

Die Plauener Genossen haben in den drei Jahrzehnten bekannte Parteigrößen in ihrer Stadt und in der Region begrüßen können. Das war in einem ausgelegten Gästebuch nachzulesen. Es fanden sich Namen wie Regine Hildebrandt, Franz Müntefering, Wolfgang Thierse, Hans-Jochen Vogel, Johannes Rau, Manfred Stolpe, Rudolf Scharping, Ingrid Matthäus-Maier, Gerhard Schröder, Klaus von Dohnanyi und Willy Brandt. Nach Gründung des Ortsvereins 1989 fanden sich schnell zahlreiche Anhänger: "Im Frühjahr 1990 waren es 210 Mitglieder", erinnerte sich Petra Thieme, die ebenfalls seit dieser Zeit der SPD angehört. Derzeit hat der Ortsverein 80 Frauen und Männer in seinen Reihen. Ein neues Mitglied wurde am Samstag aufgenommen.

Wer sich für die lange Geschichte der Sozialdemokratie interessierte, auch der wurde am Samstag fündig. Rolf Schwanitz hat vor vier Jahren über die Friedrich-Ebert-Stiftung ein knapp 200 Seiten starkes Buch mit dem Titel "Spurensuche - Zur Geschichte der Sozialdemokratie in Plauen und dem Vogtland" geschrieben. Die Nachforschungen reichen bis 1870 zurück.

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