SPD will Netzwerk für Haselbrunn aufbauen

Stadtrat Zabel sieht Versäumnisse gegen Erstarken der Rechten

Plauen.

Fast jede achte Stimme ging im in der Rückert-Oberschule in Haselbrunn eingerichteten Wahllokal an die rechtsextreme Partei Der Dritte Weg. In der Kita Mäuseburg setzte jeder zehnte Wähler sein Kreuz bei den Rechtsextremen. Im Umfeld betreiben sie ihr Parteibüro, Kampfsport-Angebote für Kinder und Kleiderkammer. Es sind Stimmen, die der neuen Rechten einen Platz im Stadtrat ermöglichten.

Während des Besuchs von Juso- Chef Kevin Kühnert in Plauen standen die Probleme der Stadt jüngst auf dem Tableau der SPD. Auf Nachfrage von "Freie Presse" räumte Stadtrat Benjamin Zabel auch Fehler ein: "Wir haben uns mit der Entwicklung im Stadtteil nicht genügend beschäftigt. Das ist aber kein alleiniges Versäumnis der SPD", sagte er und betonte die Rolle der Sozialdemokraten als Mitbegründer des Runden Tisches in der Stadt. "Das Problem einer neuen Rechten in der Stadt ist lange bekannt", so Zabel. 2005 hatten 20 Rechtsextreme das alternative Kulturzentrum Alte Kaffeerösterei in Haselbrunn überfallen.


Als Stadträte waren Zabel und SPD-Landtagsabgeordnete Juliane Pfeil-Zabel vor der Wahl im Stadtteil unterwegs, suchten das Gespräch. "Es gibt viele engagierte Ehrenamtliche, die sich für Haselbrunn einsetzen", sagte Juliane Pfeil-Zabel. "Das Problem ist nur, dass viele Einzelkämpfer sind und sich besser vernetzen müssten, um wahrgenommen zu werden." Diese Netzwerk-Arbeit will die SPD künftig voranbringen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...