Stadt Pausa-Mühltroff wehrt sich gegen Windräder

Windenergiekonzept für Region laut Planungsverband noch in der Warteschleife - Prüfung bis Ende Juni

Pausa-Mühltroff.

Die Stadt Pausa- Mühltroff lehnt den Bau weiterer Windkraftanlagen auf ihrem Gebiet ab. Das hat der Stadtrat einstimmig beschlossen - bei einer Stimmenthaltung durch Andreas Schreiber (CDU). Hintergrund: Im aktuellen Entwurf des Regionalplanes Chemnitz sind mehr als ein Drittel aller im Vogtland geplanten Windkraftanlagen auf dem Gebiet der Stadt vorgesehen - an Standorten bei Ebersgrün und Langenbach. Zudem planen Thüringen und Bayern unmittelbar im Grenzbereich zu Pausa- Mühltroff eine erhebliche Anzahl weiterer Windräder, "so dass eine förmliche Einkreisung aller unserer Ortsteile erfolgt", wie es am Montagabend im Pausaer Rathaus hieß.

Die bei Ebersgrün stehenden vier Windräder hätten bereits jetzt erhebliche Auswirkungen auf das Umfeld und die Anwohner, sagte Christoph Birkholz (Freie Wähler). "Als Noch-Thüringer waren wir weit weg von Erfurt, heute sind wir weit weg von Dresden - so wie Hof von München", verwies er darauf, dass Windkraftanlagen vor allem an Rändern der Länder geplant und gebaut werden. Hans-Joachim Schütt (CDU) bezeichnete Windräder als "klaren Irrweg", der in eine andere Richtung führe als in die von der Politik vielbeschworene Stärkung des ländlichen Raums: "Windräder schränken den Lebenswert ein, Häuser und Grundstücke in ihrer Nähe werden unverkäuflich."

Wie ein Sprecher des Regionalen Planungsverbandes auf Anfrage erklärt, befindet sich das Windenergiekonzept für die Planungsregion Chemnitz derzeit noch immer in der Abwägungsphase. Es werde derzeit gutachterlich geprüft und auf den Mindestenergiebetrag berechnet. Vor Ende Juni sei nicht mit der weiteren Befassung durch Gremien des Planungsverbandes zu rechnen. (us)

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