Stadtbad: Kommune will Plan für Anbau vorlegen

Sportbürgermeister Steffen Zenner (CDU) setzt auf den Standort Hofer Straße. Gegen die Sanierung der Schwimmhalle Hainstraße spricht nach seiner Sicht vieles.

Plauen.

Bereits im nächsten Monat will die Stadtverwaltung einen Kostenplan für den Anbau am Plauener Stadtbad vorlegen. Das sagte Sportbürgermeister Steffen Zenner (CDU) jetzt im Kultur- und Sportausschuss. "Der Bedarf ist da, und leisten könnten wir es uns momentan auch", so Zenner, der sich Gelder aus der Stadtumbau-Sonderförderung von Bund und Land erhofft.

Plauen ist eine von deutschlandweit vier Modellkommunen, die bis 2025 schrittweise 50 Millionen Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Bezüglich der Bad-Erweiterung seien die Bewerbungsunterlagen nochmals überarbeitet worden, informierte Zenner. Er hat die Vergrößerung des Bades an der Hofer Straße schon seit ein paar Jahren im Visier. Wenn die Sportler das Bad für ihre Trainings blockierten, seien Freizeitschwimmer oft unzufrieden. Dafür habe Zenner Verständnis.


Doch einfach so die seit über einem Jahrzehnt brachliegende Schwimmhalle an der Hainstraße zu aktivieren, das funktioniere laut Zenner nicht. "Wir müssten komplett alles entkernen - für einen Millionenbetrag", stellte Zenner fest. Das Ex-Bad sei ein Kind seiner Zeit. Erbaut in den 1980ern, entspreche es nicht mehr den Anforderungen. Das Gebäude besitze zum Beispiel keine Tribüne. Eine solche würde heutzutage aber eingefordert, etwa von Eltern und Betreuern. Zenner habe recherchiert: In Zeiten, in denen Angaben der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft zufolge in Deutschland alle vier Tage eine Schwimmhalle schließe und regelrechtes Badsterben herrsche, müssten Synergieeffekte genutzt werden. Doppelte Personalkosten an verschiedenen Standorten würden sich nicht rentieren, so Zenner.

Insgesamt sei man in Plauen mit zwei Freibädern und einem Hallenbad schon jetzt in einer Komfortsituation. Zum Abriss des Gebäudes an der Hainstraße gebe es laut Zenner keine Alternative. Er räumte ein, dass sich die Verwaltung früher dazu entschließen hätte können, dann seien geringere Kosten für den Abbruch angefallen. Momentan werden diese mit 200.000 Euro angegeben. Eine Förderung sei möglich.

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