Steinerner Kopf zeigt römischen Gott

Auflösung Fotorätsel 1226: Fündig wurden all jene mit der richtigen Lösung an der Melanchthonstraße.

Plauen.

Am gesuchten Gebäude im Plauener Stadtzentrum recken sich mehrere Steinköpfe von der Fassade. Im Fotorätsel Folge 883 waren die Köpfe schon einmal Thema. Damals waren es jene an der Hinterseite dieses Hauses.

Diesmal wurde die einzelne Steinplastik über dem Seiteneingang des Gebäudes Melanchthonstraße 1 bis 3 in den Blickpunkt gerückt. Wer genau hinschaute, erkannte Merkurius (Merkur), den römischen Gott des Handels.

Und wieder gab es Verwechslungen zum, jetzt leerstehenden, Haus an der Bahnhofstraße, weil dort ähnliche Figuren die Hauswand schmücken. In diesem monumentalen Bau war früher eine Bank, zu DDR-Zeiten hatten Projektierungsbetriebe ihre Büros in den Etagen.

Das gesuchte Haus an der Melanchthonstraße wurde 1900 bis 1902 als Handelsschule gebaut. Daher auch der Merkurkopf über dem Eingang. Um 1939 zog dort die Stadtbibliothek ein. Mitte der 1950er Jahre wurde aus der Bibliothek das "Gesundheitsamt", wie es die Plauener bezeichneten. Durch die in der DDR verordneten Röntgen-Reihen-Untersuchungen zur Früherkennung von Lungen-Tuberkulose waren damals fast alle Plauener mindestens einmal in diesen Mauern oder in den vor dem Haus geparkten Röntgen-Bussen. Auch Impfungen gegen Kinderlähmung wurden in diesem Gesundheitsamt vorgenommen.

Nach den Mitarbeitern des Gesundheits- und Sozialwesens saßen ab dem Jahr 2006 Studentinnen und Studenten auf den Stühlen. Aus der ursprünglichen Handelsschule war eine Staatliche Studienakademie geworden, was aber inzwischen schon wieder Vergangenheit ist, weil sich diese Bildungseinrichtung nun auf dem Schlossberg befindet.

Die Melanchthonstraße wurde nach Philipp Melanchthon benannt. Der frühbürgerliche Humanist war Lehrer und Mitstreiter Luthers, er lebte von 1497 bis 1560. Im Museumsheft 36 ist vermerkt, dass er seit 1518 als Professor an der Universität Wittenberg lehrte. Diese Straße zieht sich vom "Tunnel" (Unterer Graben) bis zur Karlstraße.

Gewonnen hat M. Hölzl aus Zwoschwitz. Als Preis gibt es ein kleines Büchlein mit Lausbubengeschichten aus dem Göltzschtal.

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