Sternquell plant "Plauener Wiesn"

Die Braumeister luden am Samstag zum 29. Bockbierfest in die Festhalle ein. Über 700 Besucher feierten in feuchtfröhlichen Runden mit. Kommenden August soll es eine neue Veranstaltung geben.

Plauen.

Wo ein Bock zur Heimat gehört, geht's gesellig zu. Über 700 Besucher feierten am Samstagabend in der Plauener Festhalle das 29. Sternquell-Bockbierfest. Nachdem voriges Jahr die Kürbitzer SR-Fahrer mit ihren Mopeds in den Saal knatterten, durfte man gespannt sein, wer diesmal das Bierfass zum Anstich in die Halle bringt. Lang wurden die Gäste nicht auf die Folter gespannt. Begleitet von rhythmischem Klatschen und dem "Steigerlied" marschierten die Männer vom Vogtländischen Bergknappenverein in traditioneller Kluft in den Saal ein. Bevor Knappen-Chef Gert Müller den Zapfhahn mit sicherer Hand ins Fass hämmerte, machte Sternquell-Geschäftsführer Jan Gerbeth auf eine Premiere im nächsten Jahr Appetit. "Wir werden die erste Sternquell Wiesn feiern", verkündete er auf der Bühne. Drei Tage - vom 7. bis 9. August - wollen die Braumeister ins Bierzelt auf dem Freigelände der Festhalle einladen. Im Wiesn-Zelt soll es bei freiem Eintritt richtig krachen. Neben deftigem Essen und Bier im Maßkrug werde es jede Menge Livemusik geben.

Auch unter Tage am Schlosshang tut sich im nächsten Jahr etwas. Um was es sich konkret handelt, wurde noch nicht verraten. Nur so viel: Braumeister und Bergknappen haben einen Plan, ließ Müller durchblicken. "Da braut sich was zusammen."

Als das Bockbier floss, sorgte der Bautrupp der Mühltroffer Carnevalisten mit klappernden Werkzeug-Kästen für ein besonderes Unplugged-Konzert. Nach dieser scheppernden Einlage blies Prinzenberger-Frontmann Marco Focke mit seiner Trompete zur Attacke. In den Schunkelrunden mischte die Mühlhausener Kirmesgemeinde kräftig mit. Seit Mitte der 1990er Jahre werden die Thüringer bei ihrem Fest mit süffigem Bier aus der Spitzenstadt beliefert. "Unsere Vertriebsmitarbeiter fahren jedes Jahr zur Kirmes nach Mühlhausen", verriet Gerbeth. In feuchtfröhlicher Runde stießen die langjährigen Freunde gemeinsam an.

An diesem Abend ließen sich auch Vertreter verschiedener Sportvereine das frische Bockbier munden. Der Oberlosaer Handball-Präsident Bernd Märtner kam direkt vom Heimspiel seiner Mannschaft in die Festhalle. Das Unentschieden gegen den Tabellenzweiten der Oberliga aus Bad Blankenburg schmeckte ihm gar nicht. "Wir haben den Sieg verschenkt." Nach ein paar Bierrunden war sein Ärger darüber schnell verflogen. Die Gastgeber erinnerten an diesem Abend an ihre Sympathie-Aktion "Sternquell hilft". Unterstützt werden Projekte gemeinnütziger Vereine. Wer Hilfe braucht, kann sich noch bis Mitte Dezember bei den Bierbrauern anmelden.

1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 1
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    Tauchsieder
    28.10.2019

    Schön, leider um Jahre zu spät.
    Da sind andere Brauereien den Vogtländeren schon weit voraus.



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