Straßberger weihen neue Kegelbahn ein

In eine neue Anlage wurden 55.000 Euro investiert. Warum sich der Kraftakt im Ortsteil gelohnt hat.

Straßberg.

Wäre dieses Bauvorhaben nicht zustande gekommen, hätte es für den Sportverein im Dorf zumindest in dieser Sportart nicht gut ausgesehen. Doch seit Samstagabend ist die neue Kegelbahn im Ort freigeggeben. Vier Mannschaften gehören zur Abteilung Kegeln der Sportgemeinschaft (SG) im Ortsteil - zwei Damen - und zwei Herrenteams. Die Herren kegeln in der Kreisliga und der 3. Kreisklasse, die Frauen in der Kreisliga. Dazu braucht es eine den Wettkampfbedingungen entsprechende Kegelbahn. Genau diese Voraussetzung war auf der aus dem Jahr 1953 stammenden und später immer wieder mal erneuerten Anlage nicht mehr gegeben. Die Prüfer gewährten den Straßbergern vor zwei Jahren nochmals eine Schonfrist. Aber Fakt war: Eine neue Bahn musste her, und auf der rollt die Kugel nun seit Samstag.

"Die Gesamtkosten liegen bei 55.000 Euro", zeigte Ralf Günther vom Vorstand auf, welcher Kraftakt hier zu bewältigen war, um weiter kegeln zu können. Aber viele haben geholfen: Der größte Batzen Geld kam von der Sächsischen Aufbaubank. Außer diesen 28.000 Euro an Fördermitteln musste die SG aber auch eigenes Geld aufwenden, 22.000 Euro. Dazu kamen 3000 Euro vom Ortschaftsrat, 1000 Euro von der Stadt Plauen, die Einnahmen von einem Benefizspiel gegen die Bundesliga-Kegler aus Mehltheuer und Spenden. Die Vereinsmitglieder haben auch selbst Hand angelegt.

Denn die Sportfreunde freuen sich jetzt nicht nur über die von der Firma Lutz Möckel aus Markneukirchen installierte Kegelbahn und das vom Malerbetrieb Martin Tretner aus dem Erzgebirge gestaltete Wandbild, sondern auch über den neu gestalteten und renovierten Vorraum und die hergerichtete Umkleidekabine. "An die 30 Mann haben dabei mitgearbeitet", berichtete Ralf Günther. Decke, Putz, Elektrik, Fußboden sind unter anderem neu. Die ausschließlich für den Vereinssport vorgesehene Kegelbahn selbst bietet jetzt bessere Möglichkeiten.

"Bei unserer alten Bahn gingen die Automaten immer wieder kaputt", erinnerte der Straßberger. Die Technik leistete zwar mehr als 20 Jahre ihren Dienst, fiel dann aber immer wieder aus. Das störte den Wettkampfbetrieb. Denn bei vier Kegelmannschaften im Verein kommt die Wettkampfstätte während der Saison nahezu jedes Wochenende zum Einsatz. Die Saison dauert von Ende August bis Ende März.

Das Wandbild zeigt übrigens zwei markante Bauwerke von Straßberg: die Kirche und die vor etwa zehn Jahren neu gebaute Eisenbahnbrücke über das Rosenbachtal. Bei der Einweihung der Kegelbahn am Samstag nahm auch die älteste ehemalige Keglerin des Ortes noch einmal die Kugel in die Hand. Die 92-jährige Alice Stengel kegelte von 1954 bis 2008 aktiv im Verein. Jetzt freut sie sich wie das ganze Dorf über die neue Errungenschaft.

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